Die Fahrt von Chichén Itzá nach Chiquita dauerte etwa 3 Stunden. Im ganzen Ort gibt es private, bewachte Parkplätze. Wir hatten nahe der Anlegestelle das Auto in so einem privaten Hof abgestellt und sind mit der Fähre nach Holbox gefahren. Etwa nach einer drei-viertel Stunde kamen wir in Holbox an. Auf der Insel angekommen stellt man sich am Golf Karts Taxistand an und kann zu seinem Hotel gefahren werden.

Keine Autos, weiße Sandstrände, hier blieben wir 5 Tage und machten nichts als ausruhen und genießen.

Am nächsten Tag machten wir uns auf, die Insel zu erkunden. Unterwegs fragten wir bei den Touranbietern, die wir auf unserem Weg sahen, ob wir eine Tour zu den Walhaien buchen könnten. Wir wollten schließlich die Walhaie sehen. Sie verneinten auf spanisch und erzählten irgendetwas. Aber wir hatten kein Wort verstanden. Keiner konnte englisch. Komisch, dachten wir. Warum wollten sie uns diese Tour nicht verkaufen? Stattdessen mieteten wir ein Golf-Kart. Die Kids hatten Spaß, denn sie haben uns damit über die ganze Insel kutschiert. Während wir kurz hielten um die Fahrer zu wechseln, sahen wir noch einen Touranbieter und gingen dahin. Dieser konnte englisch und meinte, dass heftiger Sturm kommen würde und sie nicht auf das Meer rausfahren dürften. Was für ein Sturm? Naja, dachten wir uns, wir schauen mal morgen. So ließen wir uns von unseren Kindern rumfahren. Das war zum Teil sehr amüsant. Gegend Abend wurde es schnell windig. Ob das vielleicht doch stimmte mit dem Sturm? Keine halbe Stunde später fing der angekündigte Sturm auch an und hörte nicht mehr auf. Das Meer tobte, die Bäume wehten heftig und ich bekam Angst. ich dachte, jetzt sitzen wir auf dieser Insel fest und kommen nicht mehr weg. Das war im übrigen der Tropensturm Franklin, der später zum Hurrikan wurde. Jetzt konnte ich die Absagen von den Touranbietern verstehen.

Als ob das nicht ausreichen würde, sah ich vor dem Zubettgehen, auf dem Weg ins Bad, wie ein Skorpion in der Ecke am Waschbecken stand. Ich rief nach meinem Mann. ich rief noch einmal. Den Skorpion nicht aus dem Auge lassend rührte ich mich nicht. Ich erstarrte regelrecht. Schließlich schaffte mein Mann mit Hilfe eines Glases das Tier hinaus. Ich kann euch sagen, ich konnte die ganze Nacht nicht schlafen.

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Die Ganze Insel war durch den gestrigen Regen voller Pfützen.

Ganze Hausfassaden voller Kunst. Herrlich!

Zwei Tage später hatten wir endlich eine Tour für den vierten von unseren fünf Tagen buchen können. Na, ein Glück! So fuhren wir am nächsten Morgen nach dem Frühstück zur Anlegestelle. Viele kleine Boote warteten auf ihre Kunden. Zu uns vier kam noch eine dreiköpfige Familie dazu. Bei den kleinen Booten merkte man jede Welle deutlich. Je weiter wir auf das Meer hinausfuhren um so schlimmer wurde es.

In der Ferne entdeckten wir Delphine und beobachteten ihr Schauspiel. Unser Kapitän wurde langsamer und langsamer. Plötzlich tauchten die vier Delphine neben unserem Boot auf und führten uns ihre Künste vor. Ein Bild für die Götter. Nachdem wir ausgiebig diese wunderbaren Tiere bewundert hatten, fuhren wir weiter. Die Wellen wurden immer höher und höher. Währenddessen hielten unsere beiden Bootsführer lange Ausschau nach den Walhaien. Ich weiß nicht, wie lange sie danach suchten, aber es war eine Ewigkeit. Dann sah man einige Boote, was ein gutes Zeichen war. Endlich konnte man die Walhaie sehen. Bevor alles losging, wurden uns kurz die Regeln erklärt.  Es durften nur drei zur gleichen Zeit für 15 Minuten ins Wasser, damit die die Tiere nicht gestört wurden, jeweils zwei Touristen und ein Führer. So ging es der Reihe nach von Boot zu Boot. Man musste schnell ins Wasser springen und ganz schnell zu dem Walhai schwimmen, ansonsten waren sie ganz schnell weg. Ich hatte überhaupt keine Chance, etwas zu sehen. Der war so schnell weg, so schnell konnte ich nicht reagieren. Durch das ständige, langsame Wackeln des Bootes wurde mir sehr schwindelig, und ich war nicht in der Lage, noch einmal ins Wasser zu gehen. Meine Tochter konnte auch nicht ins Meer. Dadurch konnten unsere beiden Männer mehrfach zu den Walhaien. Na, wenigstens etwas. Vom Boot aus konnte ich sie deutlich sehen. Wunderschöne Tiere. Nachdem alle ein paar mal dran waren, fuhren wir zurück. Je weiter wir fuhren, umso besser ging es uns. Am Naturreservat Yum Balam blieben wir stehen, um den zubereiteten Fischsalat zu essen. Der war sehr lecker. Nachdem wir kurz ausstiegen und uns die schöne Natur, die Vögel und die kleinen Babyhaie betrachteten, fuhren wir wieder zurück.

Pelikane am offenen Meer im Golf von Mexiko. Ich konnte von diesen Tieren nicht genug bekommen.

 

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So wunderschöne Sonnenuntergänge erlebt man hier jeden Abend.

 

 

Izamal

Mexiko

9 Kommentare zu „Holbox

    1. Ja, da wäre ich jetzt auch viel lieber. Aber dein Platz an deinem Kamin finde ich auch nicht schlecht.
      Liebe Grüße, Selda.

    1. Vielen Dank, für die netten Worte. Ja, da hatten wir echt noch Glück gehabt. Sonst wären wir ohne die Walhaie zu sehen abgereist.
      Liebe Grüße, Selda.

  1. Hallo Moin,
    eine Insel ohne Autos? 🤔Hab ich irgendwo schonmal gehört. Aber im Ernst. Die Insel klingt wahnsinnig interessant. Die Skorpione kannst du gerne behalten aber bei den Delfinen und Pelikanen bin ich dabei. Und Golf-Kart ist ja wohl richtig Cool 😎.
    Viele Grüße Steffen

    1. Hallo Steffen,
      außer Golf-Kart waren keine Autos. Hat mir auch gefallen. Und Skorpione brauche ich auch nicht wirklich. Aber die Tierwelt war schon sehr faszinierend.
      Liebe Grüße, Selda.

    1. Liebe Sigrid,
      Danke für die netten Worte. Traumstrände gab es überall wo wie waren. Ja, die Sonnenuntergänge waren echt klasse.
      Liebe Grüße, Selda.

  2. Hi Selda,
    der Strand ist traumhaft schön mit seinem türkisen Wasser und dem hellen Sand. Aber auch die Gemälde an den Hauswänden gefallen mir sehr gut.
    LG Melli

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