Wie alles begann

Meine wirklich erste Berührung zur Literatur hatte ich als junges Mädchen.

Eines schönen Tages streifte ich durch die Stadt auf der Suche nach einer Entdeckung. Ich lief die Gassen mit den schillernden Bekleidungsgeschäften ab, schaute in die Schaufenster, lief in Gedanken weiter. Ich weiß noch genau, es war an einem Nachmittag im Frühling in den 80’er Jahren. Meine linke Hand haftete immer noch auf dem Fleck an meinem Kleid. Wieso musste ich unbedingt diese komischen roten Häppchen probieren? Jetzt hatte ich auf meinem neuen Kleid einen fetten roten Fleck, der aussah wie Blut. So in Gedanken versunken, bemerkte ich nicht, dass ich fernab der Shopping-Meile war. Ich sah nur unbekannte vereinzelte Geschäfte, fremde Gebäude. Kurzum, ich hatte mich verlaufen. Die Tropfen auf meiner Wange verrieten, dass es gleich regnen würde. So schaute ich mich um, ob irgendwo etwas war, wo ich hineingehen könnte. Weiter vorne sah ich einen kleinen Laden zu meiner Rechten. Ich beugte mich vor um hineinsehen zu können. Innen brannte Licht. Ein paar Tische vollgestellt mit Büchern. Stapelweise überall Bücher. Die Wände, der Boden, einfach überall. Mittlerweile regnete es richtig und von meinen langen Haaren tropfte es ununterbrochen. Ich blickte mich um und schaute hinter mich. Nichts und niemand. Also entschied ich mich hineinzugehen. Als ich die Tür öffnete, klingelte das Glöckchen über der Tür.
Von dem Moment an, als ich über diese Schwelle trat, sollte sich in meinem Leben etwas Gravierendes ändern. Ich spürte das ganz genau. Und es änderte sich alles.

Weiter hinten im Laden bemerkte ich einen Mann und eine Frau, die an einem Tisch saßen und in ihre Bücher versunken waren. Schüchtern brachte ich ein „Guten Tag“ hervor und wartete auf dem Fleck. Ohne aufzublicken meinte der Mann ganz ruhig und langsam: „Schauen sie sich gerne um. Lassen sie sich Zeit. Wenn sie was Bestimmtes suchen, so sagen sie es.“
Das waren genau seine Worte. Ich blieb weiter an der Stelle stehen, wo ich stand und blickte nur um mich. Wo sollte ich anfangen? Wonach sollte ich hier suchen? Die sahen alle gleich aus. Überall waren nur Bücher. Alte Bücher.
Weder der Mann noch die Frau blickten zu mir. Einerseits war ich dankbar dafür, andererseits hätte ich einen Schub gebrauchen können. Natürlich kam mir auch der Gedanke einfach wieder hinauszugehen. Aber irgendetwas hielt mich davon ab und ich blieb. Mit ganz kleinen Schritten ging ich zur rechten Seite, nahm blind ein Buch zur Hand, schaute es an und legte es genau an dieselbe Stelle zurück. So ging es weiter, bis ich mich lockerer fühlte. Je mehr Bücher ich in die Hand nahm, umso leichter fiel es mir ein anderes in die Hand zu nehmen.
Und dann hatte ich es gefunden. Das Buch, das mich für immer an die Literatur binden sollte.
Es war ein kleines, gebundenes, rotes Buch. So rot wie der Fleck auf meinem Kleid, den ich nie mehr wegkriegen würde. Am Rücken lösten sich schon die Fäden. In goldfarbenen Lettern stand der Name des Buches:
Der Spieler. Unten stand der Name des Autors: Fjodor Michailowitsch Dostojewski

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Meine Erinnerung an die Gasse mit dem Antiquariat.

Eine Fototour in Beelitz

Mit 15 war ich das erste Mal in einer verlassenen und halb ausgebrannten Villa einer Diplomatenfamilie in Bonn. Der Ort hatte etwas Einschüchterndes, nahezu Gespenstisches an sich. Faszinierend. Mit Fotografie hatte ich noch nichts am Hut. Meine Bekannte, die den Ort entdeckt hatte, verknipste drei Filme in einer halben Stunde. Ein paar Jahre später dieselbe Atmosphäre in einem verlassenen Wohnbungalow. Da hatte ich wenigstens eine digitale Kompaktkamera dabei. Wenn man in Berlin lebt, kennt man die 50 km weit entfernten Beelitzer Heilstätten zumindest dem Namen nach.

Das alte verlassene Lungensanatorium? Ja, genau. Gab es da nicht einen Mord? Ja, nicht nur einen. Ist es einen Besuch wert? Ja, und wie.

Fototour in der Männerklinik

Es ist bitterkalt aber sonnig. Perfekte Lichtverhältnisse für eine Fototour in Beelitz. Fünf Stunden Zeit für die Erkundung der verlassenen Männerklinik. Für die geschichtlichen Hintergründe der Heilstätten interessieren sich die wenigstens der angereisten Hobbyfotografen. Nachdem der Startschuss fällt, verlieren sie keine Sekunde und entschwinden in die verschiedenen Gebäude. Trotz einfrierender Füße und Finger folge ich dem Guide durch die Gebäude. Ich erhalte einen Crashkurs heilstättischer Entstehungsgeschichte. So viel Zeit muss sein.

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Die Heilstätten bestehen aus 60 denkmalgeschützten Gebäuden, die sich auf 200 ha Gesamtfläche verteilen. Umgeben von Kiefernwald. Die Architekten Heino Schmieden und Julius Boethke leiteten die erste Bauphase von 1889-1902. Für die Erweiterung der Bettenzahl und der dritten und letzten Bauphase übernahm ab 1908 bis 1930 Fritz Schulz das Zepter. Nördlich der Bahnlinie entstanden die Lungenheilstätten, während im Süden die Sanatorien für die nicht ansteckenden Krankheiten gebaut wurden. Die Patienten wurden nach Geschlechtern getrennt betreut und untergebracht. 116.957 Patienten und Patientinnen in den Jahren 1902-1926. Westlich der Landstraße die Frauen und im Osten die Männer. Im Ersten und Zweiten Weltkrieg dienten die Heilstätten als Lazarett.Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gelände von der Roten Armee übernommen und beherbergte bis 1994 das größte Militärhospital der sowjetischen/russischen Armee im Ausland. Zu den populärsten Patienten der Heilstätten zählen Adolf Hitler, Vladimir Putin und Erich Honecker.

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Eine gute Überleitung zu den Morden, die sich auf dem Gelände ereigneten. 1991 ermordete der Serienmörder Wolfgang Schmidt, auch bekannt als der Rosa Riese, eine 34 jährige russische Arztgattin und ihren drei Monate alten Säugling. Im Jahr 2008 ereignete sich ein weiterer Mord. Ein Fotomodel wurde von ihrem Fotografen auf dem Gelände umgebracht. Die beiden lernten sich im Internet kennen. Drei Jahre später wählte ein Obdachloser die Heilstätten als Ort für seinen Freitod. Er erhängte sich. Zuvor hatte er mehrere Jahre auf dem Gelände gelebt.

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Nicht nur aufgrund dieser Geschichten dienten die Heilstätten in den letzten Jahren als Filmset für verschiedene Produktionen. Jüngst für den Mysterie Streifen A Cure for Wellness

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Mit einer gewissen Enttäuschung erklärt der Guide, dass durch die verschiedenen Dreharbeiten oberflächige Sanierungsarbeiten innerhalb der Gebäude durchgeführt wurden. Wer auf der Suche nach 23 Jahren Verfall ist, wird in der Männerklinik nur bedingt glücklich werden. Die Zeiten des Lost Place Beelitz gehören ohnehin bald der Vergangenheit an. Das ganze Areal ist verkauft. Im ehemaligen Pavillion des Frauen-Sanatoriums entstehen bereits Eigentumswohnungen für Kreative.

Die Beelitzer Heilstätten erkunden

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Seit 6 Jahren veranstalten Thilo Wiebers und Andreas Böttger Fototouren an verlassenen Orten. In Beelitz gibt es gleich mehrere Touren, die ihr buchen könnt. Am jeweiligen Ort könnt ihr euch frei bewegen. Auf Wunsch bieten die Guides Führungen und teilen mit euch ihr fundiertes Hintergrundwissen.

Beelitz-Heilstätten. Vom Sanatorium zum Ausflugsziel (Geschichts- und Erinnerungsorte) von Andreas Böttger

Die wichtigsten Fakten und Hintergrundinformationen zu den Heilstätten. Das Buch kann auch bei den Guides vor Ort erworben werden. Gut investierte 5 Euro.

Lost Places Beelitz-Heilstätten von Martin Heydecke

Fotografische Inspiration gibt es in dem Bildband herausgegeben von Martin Heydecke. Der Fotograf Marc Mielzarjewicz dokumentieren den eindrucksvollen Ort nicht nur in Totalen. Mielzarjewicz konzentriert sich auf die kleinen Details.

 

 

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Über omvej – Tauchen ist mein Yoga

annette_omvej12Guten Tag. Mein Name ist Annette, gebürtig aus dem Rheinland. Seit 2002 ist Berlin meine Wahlheimat. 2014 habe ich mit dem Tauchen begonnen und kann seitdem nicht genug davon bekommen. Ich bin eine Träumerin, liebe es neue Orte zu entdecken und am, auf und unter Wasser zu sein. Meine Liste von Orten, die es für mich gilt zu entdecken, und Dingen, die ich lernen möchte, wächst stetig.

Auf omvej – Tauchen ist mein Yoga geht es um das Tauchen, das Reisen und warum Umwege die Ortskenntnisse erweitern. “Omvej” bedeutet auf Dänisch Umweg. Mit Umwegen verbinde ich positive Eigenschaften. Umwege können auch ans Ziel führen, vielleicht nicht immer direkt, dafür durch schönere Landschaften, verquerere Gedankengänge und ein bisschen kreuz und quer durch die Gegend. In jedem Fall bereichernd.

 

Mexiko

Nach Mexiko wollte ich schon immer. Schon als Jugendliche hat mich Mexiko sehr fasziniert. Damals besorgte ich mir sämtliche Bücher über die Geschichte, Kultur und Religion (es gab noch kein Internet). Hinzu kamen einige Romane, die in der damaligen Zeit spielten. Erst jetzt kam ich dazu, dieses Land zu bereisen, wenigstens ein Teil des Landes. Das war ein ganz besonderer Urlaub, da unser Sohn auch dabei ist.
In diesem Blog berichte ich über unsere Erlebnisse auf der Yucatan Halbinsel.

Unsere Route:
Flug nach Cancun. Ohne Stop geht es weiter nach Tulum. Nach zwei Nächten reisen wir mit Zwischenhalt in Coba nach Chichen Itza mit unserem Mietwagen. Nach weiteren zwei Nächten führt uns unser Weg nach Uxmal, wo wir auch zwei Nächte bleiben. Kurzer Aufenthalt in Izamal, dann gehts weiter auf die Insel Holbox.

 

Tulum

Tulum

Coba

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Chichen Itza

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Cenote Yokdzonot

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Uxmal

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Celestun

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Izamal

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Holbox

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Ein Ausflug zum Wackelwald im Federseemoor in Bad Buchau

Das oberschwäbische Bad Buchau hat gleich mehrere einzigartige Ausflugsziele für Kinder und Naturliebhaber zu bieten. Zum einen gibt es da den Wackelwald. Hierbei handelt es sich um einen Wald aus Moorbirken, Kiefern, Fichten, Ebereschen, Faulbaum und verschiedenen Weidenarten. Der Untergrund des Wackelwaldes besteht, wie das gesamte Federseemoor aus weichen Sedimenten, die sich im Federsee während vieler Jahrtausende abgelagert haben. Die Bäume stehen auf einem ca. 20 cm dicken Geflecht aus Pflanzenwurzeln, die den Wald begehbar machen. Allerdings wackelt und schwingt der gesamte Boden und an manchen Stellen kann man selbst große Bäume zum schwanken bringen. Auf verschiedenen Schautafeln entlang des Weges wird den Kindern das Naturschutzgebiet Federsee erklärt und auf den Hochständen hat man einen tollen Blick über das gesamte Moor. Mit viel Glück, sieht man auch das ein oder andere Wildtier.

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Die Runde endet am Federseemuseum, das für seine Prähistorischen Pfahlbauten, die übrigens zum UNESCO Welterbe gehören, bekannt ist. Gerade für Grundschüler ist dieses Museum sehr zu empfehlen. Die Kinder können hier alles Wissenswerte über die Altsteinzeit bis hin zur Eisenzeit und dem prähistorischen Siedlungsbau erfahren. Während der Ferienzeiten bietet das Museum auch Aktionstage für Kinder, bei denen zum Beispiel ein Pfeil und Bogen mit steinzeitlichen Mitteln gebaut wird.

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Ein weiteres Highlight ist der Federseesteg. Dieser 1,5 km lange Holzsteg ist der einzige Zugang zur freien Wasserfläche des Sees. Der See wird von einem breiten Schilfgürtel umgeben, der vielen heimischen und seltenen Vogelarten Unterschlupf bietet. Am besten verschafft man sich im NABU Naturschutzzentrum, das neben dem Federseemuseum liegt, einen Überblick über die ganzen Tier- und Vogelarten und macht sich dann daran, diese auf der Wanderung über den Steg zu entdecken.

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Wir auf Reisehttps://www.wiraufreise.de

https://www.wiraufreise.de/heimatliebe/

 

 

Charnette von wiraufreise.de (https://www.wiraufreise.de) berichtet auf ihrem Blog von ihren Reisen mit Kind durch Deutschland und die ganze Welt, aber auch über ihre Ausflüge in ihrer Heimat.

 

Heimat – Eine kleine Ode an die Pfalz

Ja, wir sind regelmäßig vom Fernweh geplagt und lieben es, die exotischsten Länder der Welt zu entdecken.

Doch genauso gerne kommen wir auch immer wieder zurück in die HEIMAT.
HEIMAT – das ist für uns die Pfalz:
Ein Weinanbaugebiet im Süden des Bundeslands Rheinland-Pfalz, von dem ca. 23.600 ha reine Rebfläche sind. Eine Region, die die meisten Sonnenstunden pro Jahr im Land verzeichnet.

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In der deshalb teils tropische Früchte wie Orangen und Ananas wachsen können und du dir manchmal nicht sicher bist, ob du in der Toskana oder in Deutschland stehst. In der im

Pfälzer Mandelblüte

Frühjahr die Mandelbäume in strahlendem Rosa erblühen und der mallorquinischen Blüte in absolut Nichts nachstehen.

Eine Region, durch die sich die ca. 85 km lange Weinstraße von Schweigen-Rechtenbach an

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der französischen Grenze bis nach Bockenheim zieht. Wo du alle paar Kilometer anhalten kannst, um in den teils verschlafenen Dörfchen in jedem noch so kleinen Weingut eine private Kostprobe zu bekommen.

Eine Region, in der du Ortschaften mit klangvollen Namen wie „Deidsm“ (Deidesheim), „Forscht“ (Forst) oder „Maade“ (St. Martin) findest. Die mit Burgen und Schlössern wie z.B. dem Hambacher Schloss ein wichtiges Stück deutsche Geschichte in sich trägt.

Hambacher Schloss

Eine Region, in der ein dreiviertel Jahr lang an jedem Wochenende gefeiert wird und du an jedem Tisch willkommen bist. Wo im September das größte Weinfest der Welt stattfindet und alles unter 0,5 l als Schluckimpfung gilt. Wo Dinge wie Leberknödel oder Saumagen auf den Teller kommen und man Wurst grundsätzlich aus Dosen isst.

Schorle am Wurstmarkt

Geißbockversteigerung Deidesheim

Eine Region, in der jedes Jahr ein Geißbock unter der Obhut eines Brautpaares versteigert wird und in der „de Parre mit de Peif in die Kerch geht“.

Eine Region, die wir unsere Heimat nennen dürfen und die einfach atemberaubend ist!
Zum Wohl. Die Pfalz.
P.S.: Kontaktiert uns für konkretere Reisetipps oder Anfragen 😉

 

 

lisaWir sind Lisa und Markus, ein junges Paar aus dem Südwesten Deutschlands und immer auf der Suche nach Erlebnissen in fernen Ländern, außergewöhnlichen Abenteuern und Begegnungen mit fremden Kulturen. Seitdem sich unsere Wege während des Touristikstudiums gekreuzt haben, gehen wir gemeinsam durchs Leben. Seit Anfang 2015 ist auch regelmäßig der Rucksack mit dabei.

Ausgefallene Länder und Orte sind uns dabei am liebsten. Eine einfache Unterkunft, spannende Ausflüge, exotische Sehenswürdigkeiten und lokales Essen – wenn wir unterwegs dann auch noch ein Fußballspiel besuchen können, ist das perfekt!

Du willst mehr erfahren, unsere Reiseberichte verfolgen und dabei auch noch ein paar Profi-Tipps von uns bekommen?

Dann schau vorbei auf: http://enjoy-your-journey.de/ oder bei facebook: https://www.facebook.com/LisaundMarkus/

 

 

 

Sächsische Schweiz

Ab diesem Jahr möchte ich Deutschland besser kennenlernen. Den Auftakt macht die Sächsische Schweiz. Obwohl ich mittlerweile seit 15 Jahren in Berlin wohne, war ich noch nicht in Dresden oder im Elbsteinsandgebirge. Letzten Samstag machte ich mich mit einer Freundin auf den Weg, um das zu ändern.

Im Vorfeld haben wir beschlossen Wandern zu gehen. Es war gar nicht so leicht sich zwischen den über 190 möglichen Touren zu entscheiden. Unser Wahl fiel auf die Wanderroute Höhepunkte der Region. Höhepunkte klingt gut für einen Tag Zeit und ausreichend Wanderlust. Das Elbsteinsandgebirge liegt 30 km von Dresden und 150 km von Prag entfernt. Von Berlin aus kommt man super mit dem Flixbus nach Dresden. Besonders für kürzere Distanzen nutze ich den Bus lieber als die Bahn. Es dauert ein Tick länger ist dafür aber unschlagbar günstig. Von Dresden aus geht es für uns mit der S-Bahn weiter. Die Sächsische Schweiz ist fabelhaft an die öffentlichen Verkehrsmittel angeschlossen.</span>

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Wir starten in Stadt Wehlen. Der beschauliche Ort liegt direkt an der Elbe. Gerade mal drei Fahrstunden von zu Hause aus entfernt und die Landschaft sieht komplett anders aus. Irgendwie muss ich an die Alpen denken. Entschleunigung vom hektischen Berlin ist angesagt. Die Fähre bringt uns über die Elbe und zum Startpunkt unserer Wanderung. Den Schlossberg geht es einige Treppenstufen hoch. Wir werfen einen letzten Blick über das Elbpanorama, bevor wir den Ortsausgang erreichen. Der Aufstieg über den Steinrückenweg hat es in sich. Der weitere Weg führt uns durch den Wald vorbei am Steinernen Tisch. Für unser nächstes Etappenziel, die Bastei, haben wir noch gut eine Stunde Weg vor uns.

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Langsam wächst der Besucherstrom. Die meisten scheinen den bequemen Weg gewählt zu haben und sparen sich den Aufstieg. Die Bastei erreicht man auch per Auto oder per Bus über eine Zufahrtsstraße von Lohmen aus. Auf dem Weg zur Brücke gibt es mehrere Aussichtspunkte. Egal ob über das Elbtal oder über das Elbsteinsandgebirge, der Ausblick entlohnt für die zuvor zurückgelegten Wanderkilometer. Mit etwas Geduld gelingen mir auch ein paar Fotos ohne Touristenmassen im Vordergrund.

Von der Bastei aus gibt es für euch zwei Optionen für den Abstieg. Entweder ein Stück den Weg zurück bis zur Aussicht Wehlgrund und von da aus durch die wilde Felslandschaft der Schwedenlöcher oder ihr nehmt den direkten Weg an der Burgruine Neurathen vorbei ins Tal nach Rathen.

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Eigentlich hätte es von nun an über den Wanderweg Lilienstein, an der Elbe entlang, samt Aufstieg zum Tafelberg, nach Königstein zu unserem Ziel gehen sollen. Ich schreibe eigentlich, weil es ab Rathen für uns wieder zurück nach Dresden und Berlin ging. Grund dafür war ein sich anbahnender Infekt, den ich morgens zwar schon wahrgenommen hatte, durch den ich mir den Ausflug aber nicht vermiesen lassen wollte. Gewonnen hat er trotzdem. Ein Gutes hat es. Ich muss diesen Sommer noch den Rest der Route erkunden.

Tipps & Links

7 Empfehlungen für dein ultimatives Wochenende in der Sächsischen Schweiz

Nicole von Passenger X hat die Region ebenfalls ein Wochenende besucht. Sie empfiehlt besonders dem Biodorf Smilka einen Besuch abzustatten. Wer Lust auf tolles Selbstgebackenes hat, findet bei ihr die passenden Tipps.

Anfahrt

Von Berlin aus lässt sich eine Wanderung gut als Tagesausflug planen. Stressfrei und umweltschonend könnt ihr bequem mit dem Fernbus oder mit der Bahn nach Dresden anreisen. Von da aus ist die S1 eine gute Wahl. Der Streckenverlauf führt zu den populärsten Orten der Sächsischen Schweiz. Fahrpläne, Ticketpreise und einen Überblick über das Streckennetz gibt es auf der Seite des VVO Am besten entscheidet ihr euch für ein Tageskarte. Damit könnt ihr jedes Verkehrsmittel der Region nutzen. Nur bei manchen Fähren müsst ihr die Beförderung von einer Elbseite zur anderen extra zahlen. Wenn ihr zu zweit, als Familie oder als Gruppe fahrt, wird es günstiger.

Wanderrouten

Auf der Homepage des Tourismusverbandes Sächsische Schweiz findet ihr neben vielen Informationen zu der Region und Übernachtungsmöglichkeiten auch ein Verzeichnis der möglichen

Wanderrouten Die Ergebnisse könnt ihr durch verschiedene Filter anpassen und auf eure individuellen Wünsche abstimmen. Die Dauer schließt kurze Pausen und Fotostopps mit ein. Wenn ihr eine Tour mit dem Schwierigkeitsgrad “schwer” auswählt, rechnet damit, dass es ordentlich bergauf geht.

Beste Jahreszeit

Die Sächsische Schweiz hat zu jeder Jahreszeit ihren Reiz und ein paar Routen sind ganzjährig zum Wandern geeignet. Für eine ausgiebige Wandertour ist der Frühling und der Spätsommer empfehlenswert.</span>

Ausrüstung

Es müssen nicht gleich die teuersten Wanderschuhe sein, aber Turnschuhe mit einem guten Profil sind sinnvoll. An den Touristenattraktionen wie z.B. an der Bastei gibt es Restaurants und kleine Stände an denen ihr was zu Essen und Trinken kaufen könnt. Gerade bei warmen Temperaturen nehmt genügend Wasser für unterwegs mit. Der Handyempfang ist übrigens nicht besonders toll. Um nicht vom Weg abzukommen, könnt ihr euch den Tourenplaner als App herunterladen. Er lässt sich Offline verwenden oder ihr druckt euch die Wegbeschreibung zur Sicherheit aus.

Weitere Infos:

Omvej_Logohttp://omvej.de/2017/06/14/saechsischen-schweiz/

http://omvej.de/

 

 

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Über omvej – Tauchen ist mein Yoga

Guten Tag. Mein Name ist Annette, gebürtig aus dem Rheinland. Seit 2002 ist Berlin meine Wahlheimat. 2014 habe ich mit dem Tauchen begonnen und kann seitdem nicht genug davon bekommen. Ich bin eine Träumerin, liebe es neue Orte zu entdecken und am, auf und unter Wasser zu sein. Meine Liste von Orten, die es für mich gilt zu entdecken, und Dingen, die ich lernen möchte, wächst stetig.

Auf omvej – Tauchen ist mein Yoga geht es um das Tauchen, das Reisen und warum Umwege die Ortskenntnisse erweitern. “Omvej” bedeutet auf Dänisch Umweg. Mit Umwegen verbinde ich positive Eigenschaften. Umwege können auch ans Ziel führen, vielleicht nicht immer direkt, dafür durch schönere Landschaften, verquerere Gedankengänge und ein bisschen kreuz und quer durch die Gegend. In jedem Fall bereichernd.

 

 

 

 

 

 

 

Round Up – MEIN DEUTSCHLAND

Unter diesem Motto fordere ich Euch heraus, einen Beitrag dazu zu leisten.
Ich möchte gerne meinen Lesern den Mehrwert geben, in dem ich Orte, Lieblingsplätze, oder sonstiges in Deutschland anbiete. Einige von Euch haben bereits ähnliches.
Es kann eine Stadt, ein Ort, ein gutes Lokal, eine tolle Vorstellung, ein Geheimtipp, oder sonstiges sein. Oder aber ein kompletter Beitrag über eine Stadt mit allem drum und dran. Gerne mehrfach Berichte über einen Ort, wenn es unterschiedliche Themen beinhaltet.
Schreibe mir deinen Bericht, füge ein paar Fotos hinzu, erzähle über Dich und Deinen Blog. Fertig.

Es gibt kein Zeit-Limit.

travellife@gmx.de

Version 3

 

Veröffentlichte Beiträge zum Round Up – MEIN DEUTSCHLAND