Blacky aus Orchha

Es ist möglich, das man auf Reisen Freundschaften schließt, oder Bekanntschaften macht. Man ist sich sympathisch und hat gemeinsame Interessen. Man sucht sich aus.

Wir hatten in Orchha eine sehr außergewöhnliche Bekanntschaft gemacht. Blacky. Ein netter, schwarzer Hund mit einem abgebissenem Ohr. Den Namen gab ihm unsere Tochter Clara, weil er schwarz ist. Als wir den Ort erkunden wollten, stand er plötzlich neben uns und schaute uns mit einem treuen Blick an. So nach dem Motto: und jetzt? So, als ob er zu uns gehören würde. Den ganzen Tag war er an unserer Seite. Er lief mit uns bis zu unserem Hotel. Obwohl das Tor offen stand, kehrte er wieder um.

Am nächsten Tag schlenderten wir nach dem Frühstück im Hotel in den Ort hinein. Kaum waren wir am Rand angekommen, lief uns Blacky mit wedelndem Schwanz entgegen. Er war so außer sich vor Freude, dass er uns alle ansprang und um uns herum lief. Gibt es das? Ich war sprachlos. Ein fremder Hund irgendwo in Indien! Man konnte nicht anders, als ihn ins Herz zu schließen. Wir setzten uns am Ufer des Betwa Flusses und beobachteten die Menschen bei ihrer Morgenwäsche. Manche kamen mit einem Bündel, setzten sich an den Rand, packten ihr Bündel aus, nahmen die ganze Wäsche heraus und wuschen sie in dem Fluss. Kinder sprangen ins Wasser, um sich abzukühlen oder einfach Spaß zu haben. Es war ein schönes Treiben. In der Ferne sah man einzelne über die Brücke laufen. So saßen wir da und nahmen alles in uns auf. Mit dabei: Blacky. Meine Tochter war der Meinung, Blacky wäre fast verhungert und kaufte ihm Chips (Wir wussten nicht, was Blacky gerne essen würde). Nach kurzem schnüffeln aß er die Packung auf. So begleitete er uns, an der Seite Claras, auf unserer Besichtigungstour. Hin und wieder legte er sich in den Schatten, wenn wir in ein Tempel hinein gingen oder uns etwas anschauten. Dann stand er wieder bei uns und schlenderte mit uns.

Das war unsere nette Bekanntschaft aus Orchha. Aus irgendeinem Unbekannten wurde plötzlich ein Vertrauter.

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Orchha

Ab Khajuraho gehts jetzt weiter mit dem Mietwagen.
Nach langen Recherchen im Internet bin ich auf Indo Vacations gestoßen. Das war ein Treffer, wie ich jetzt feststellen kann. Über E-Mail Verkehr konnte ich mit Herrn Minglani alle Einzelheiten schon von Deutschland aus vereinbaren. Das hat wunderbar geklappt. Da er in Deutschland studiert hatte, konnten wir uns in deutscher Sprache verständigen. Unser Tourbegleiter Mr. Surendra Singh, ein angenehmer Mensch, der immer wieder gute Ideen und Ratschläge hat, um unsere Reise besser zu gestalten.
Somit kann ich jedem der bei der Wahl der Mietwagen Anbietern Indo Vacations wärmstens empfehlen. Auch für die, die ihre Reise nicht selber planen wollen, er bietet auch fertige Touren in ganz Indien an.

Von Khajuraho nach Orchha sind wir ca. 4 Stunden gefahren. Ich reise gerne mit dem Auto durch das Land. Man sieht viel. Vor allem sieht man Unterwegs das richtige Leben und das Treiben der Menschen.

Orchha ist ein kleines Örtchen. Vom Rajputenfürsten gegründet entstand die Palastfestung am Ufer des Flusses Betwa.
Man hat den Eindruck, hier ist die Zeit stehengeblieben. Ein kleiner Markt, in dem jeglicher Schmuck, Speisen und Farbe angeboten wird. Sie sind aber dennoch richtig auf Touristen eingestellt.

Man kann auf dem Dach des Chaturbhuj-Tempel hinaufsteigen. Außer der spektakulären Aussicht auf die Stadt kann man auch die Geier auf den Dächern beobachten.

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Gewohnt haben wir im Hotel Amar Mahal Orchha

 

Ein sehr schönes Hotel mit einer wunderschönen Gartenanlage. Von jeder Seite gelangt man auf verschiedene Bereiche. Von der einen Seite konnte man die Tempel ganz nah sehen. Wunderschön. Das Zimmer war sehr sauber. Das Essen war ganz gut. Doch muss ich leider bemängeln, dass man nicht im schönen Außenbereich essen konnte. Erst nach dem wir unseren Wunsch ausdrücklich geäußert hatten, konnten wir draußen Speisen. Das war generell ein Problem in den meisten Hotels. Sie wollten nicht, dass die Gäste draußen saßen. Dabei haben die meisten Hotels wunderschöne Außenbereiche.