China, ein Land mit einer faszinierenden, jahrtausendealten, Kultur und atemberaubender Landschaft. China hat mich schon immer beeindruckt. Schon als junges Mädchen habe ich die Bücher Pearl S. Buck’s verschlungen und wollte dieses wunderbare Land sehen und erleben. Ich freue mich, dass ich diesen Wunsch in Kürze in die Tat umsetzen werde. Dazu habe ich zu einem Round-up aufgerufen und präsentiere euch im ersten Teil der Reihe zwei Artikel.

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Peking ist neben meiner Heimatstadt Köln meine absolute Lieblingstadt. Sieben Mal war ich schon dort und habe von Anfang September 2017 bis Ende Januar 2018 sogar in Peking gelebt und Hochchinesisch an der Renmin-Universität im nordwestlichen Stadtteil Haidian studiert. Ich liebe die Mischung aus Tradition und Moderne, die sich im Kontrast zwischen den alten Stadtvierteln, auch Hutongs genannt, und dem modernen Peking mit seinen Hochhäusern im Distrikt Chaoyang widerspiegelt. Bei jungen Leuten aller Nationalitäten, Touristen und in der Hauptstadt lebenden Ausländern besonders beliebt ist das Diplomatenviertel Sanlitun mit seinen Cafés, Bars, Restaurants und Geschäften. Dagegen bekommt man in den Hutongs mit seinen Hofhäusern einen sehr guten Einblick in das alte Peking und hat das Gefühl, hier ist die Zeit stehengeblieben.

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Die wohl bekanntesten Sehenswürdigkeiten Pekings sind die Verbotene Stadt und der Platz des Himmlischen Friedens, die nur durch eine Straße voneinander getrennt sind. Am besten beginnst Du Deine Besichtigung auf dem Platz des Himmlischen Friedens und durchquerst die Verbotene Stadt anschließend von Süd nach Nord. Wenn Du diese hinterher durch das Nordtor verlässt und im Jingshan Park auf den Kohlehügel steigst, hast Du einen fantastischen Blick über die Verbotene Stadt und den Platz des Himmlischen Friedens. Daneben gehört auch der Himmelstempel praktisch zum Pflichtprogramm eines Peking-Besuches. Im neuen Sommerpalast im Nordwesten der Stadt kannst Du mühelos einen ganzen Tag verbringen, durch den 728 Meter langen Wandelgang und am Ufer des Kunming-Sees entlangspazieren und mit dem Boot zur „Suzhou Marktstraße“ fahren.

Mein Lieblingstempel in Peking ist der tibetische Lama-Tempel, auch Yōnghégōng genannt. Das liegt wahrscheinlich daran, dass ich 2010 durch Tibet gereist bin und mich der Tempel und die Atmosphäre im und um den Yōnghégōng sehr an Tibet erinnern. Vom Lama-Tempel kannst Du zu Fuß gen Westen zum Konfuziustempel laufen. Wenn Du danach genug von Tempeln hast, kannst Du Dich im Café Confucius, einem meiner Lieblingscafés in Peking, entspannen. Dieses Café liegt auf derselben Straßenseite wie der Konfuziustempel, vom Lama-Tempel aus allerdings noch ein Stück dahinter.

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Ein weiterer sehr schöner, vor allem aber versteckter Tempel, den selbst viele Einheimische und in Peking lebende Ausländer nicht kennen, ist der daoistische Dongyue Miao-Tempel, auch als Tempel des Ostberges bekannt. Lohnenswert sind auch das Künstlerviertel 798, der alte Sommerpalast, der Beihai-Park mit der Weißen Pagode, der Glocken- und der Trommelturm, die Liulichang-Straße mit ihren Kunsthandwerksläden, der Houhai-See und die Nanluoguxiang, eine schmale Straße in einem Hutong mit Bars, Snackbuden und Souvenirläden.

Am besten nimmst Du in Peking zur Fortbewegung die Metro, die mit Fahrpreisen zwischen 4 und 8 RMB sehr günstig ist und Dich in viele Teile der Stadt bringt. Mit dem Taxi oder dem Bus bleibst Du ohnehin nur im Verkehr stecken, denn in Peking ist fast immer Stau.

Zu jedem Peking-Aufenthalt gehört selbstverständlich auch ein Besuch der chinesischen Mauer. Am bekanntesten sind die Mauerabschnitte in Badaling, Mutianyu und Jinshanling. Durch eine amerikanische Freundin, die seit fast acht Jahren in Peking lebt und dort für eine „Hiking“-Agentur als Hiking Guide arbeitet, habe ich aber auch die chinesische Mauer in Gubeikou, Zhuangdaokou, Jiankou „Big West“, die Great Wall Spur und Longquanyu bewandert.

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Wenn Du keine Vegetarierin oder Veganerin bist, solltest Du unbedingt Peking-Ente, Beijing Noodles und Beijing Hotpot probieren. Letzteres kannst Du auch als Vegetarier genießen. Sehr lecker und auch für Vegetarier geeignet ist auch Malatang, eine Suppe bzw. ein Gericht, bei dem Du die Zutaten selbst aussuchst, aus denen Dir dann eine Suppe oder ein Gericht gekocht wird. Restaurants, die Malatang anbieten, sind in der ganzen Stadt verstreut. Im Kulturzentrum „The Hutong“ mit angeschlossener Kochschule in der Nähe der Metrostation Beixinqiao (Ausgang C) kannst Du selber kochen. Sie sind auch auf Vegetarier und Veganer eingestellt. Ich habe schon einige Kochkurse dort gemacht, unter anderem einen Yunnan-Kochkurs und einen, in dem wir lernten, wie wir handgezogene Nudeln (Xinjiang La Mian), eine Spezialität der nordwestchinesischen Provinz Xinjiang selber zubereiten. Für mich ist die chinesische Küche eine der besten der Welt.

Vanessa berichtet auf ihrem zweisprachigen Blog The Travelling Colognian auf Englisch und auf Deutsch über ihre Reisen insbesondere durch Asien und an den Persischen Golf. Der Schwerpunkt ihres Blogs liegt dabei auf Reisen als Frau alleine und abseits der Touristenpfade durch Länder wie China und Bhutan sowie durch Zentralasien.

Insgesamt war Vanessa bislang acht Mal in China, ist zweimal durch die südwestchinesische Provinz Yunnan, quer durch Ostasien, entlang der Seidenstraße Chinas und durch Tibet gereist. Von Anfang September 2017 bis Ende Januar 2018 hat sie in Peking gelebt.

Während ihres Studiums hat sie außerdem je zwei Monate in Costa Rica und in Santiago de Chile gelebt, wo sie für eine deutsch-chilenische Wochenzeitung gearbeitet hat. Bevor sie Asien als Lieblingskontinent für sich entdeckte, ist sie durch Europa, Nord-, Zentral- und Südamerika, Australien, Neuseeland und Ozeanien gereist.

 

Pingyao

Pingyao liegt für chinesische Verhältnisse nur einen Katzensprung von Peking entfernt. Die ursprüngliche Altstadt mit seiner Stadtmauer gibt einen bietet einen Blick auf längst vergangene Zeiten. Pingyao wird auch die Bankenstadt genannt. Hier wurde nämlich die erste Bank in China gegründet. Pingyao gehört zum UNESCO Weltkulturerbe.

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Wenn du durch die Gassen gehst, bekommst du einen Eindruck wie eine Stadt vor 300 Jahren ausgesehen hat. Alles ist noch so wie damals. Die Häuser mit ihren Innenhöfen sind beeindruckend. Genauso wie die unzähligen Tempel. Einen sehr schönen Überblick erhältst du bei einem Rundgang über die Stadtmauer. Ein Geflecht von Ziegelhäusern und -Dächern tut sich auf. Lohnenswert ist eine Übernachtung in einem Hotel im alten Stil. Dann kannst du abends die Atmosphäre im Innenhof des Hotels genießen. Die Übernachtung hat auch den Vorteil die Gassen und Innenhöfe früh morgens oder abends zu besichtigen, wenn sich die Stadt langsam wieder von den Tagestouristen leert. Morgens sind vor allem die älteren Menschen in den Gassen unterwegs. In den Gassen befinden sich einige kleine Straßenmärkte für Obst und Gemüse. Ich fand es schön, die Menschen auf den Märkten zu beobachten. Tagsüber tummeln sich sehr viele Touristen durch die Gassen, Innenhöfe und Tempel. Dann ist es an der Zeit, im Innenhof des Hotels bei einer Tasse Tee auszuruhen oder in einem der vielen Restaurants Essen zu gehen. Probiere auch einfach einmal einen der vielen Essensstände in den Gassen auf. Es gibt auch kulinarisch viel zu entdecken. Ich bin auch nach Einbruch der Dunkelheit nochmals losgezogen. Dann brennen Laternen in den Gassen und tauchen die Gassen in ein rötliches, warmes Licht und laden zum Fotografieren ein.

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Die Anreise aus Peking mit dem Hochgeschwindigkeitszug dauert etwa 4 Stunden. Ich bin damals mit dem Zug über Nacht angereist. Pingyao bietet zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten in verschiedenen Preisklassen. Falls möglich vermeide das Wochenende, wenn viele Chinesen selbst die Stadt besichtigen.

Thomas reist als Flashpacker und legt großen Wert auf Luxus und Komfort. Auf seinem Blog Reisen und Essen berichtet er über seine Leidenschaft, eben das Reisen und das Essen, und gibt uns viele Tipps. Er ist oft in Asien unterwegs und war schon mehrere Male in China. Thomas hat sehr viele Artikel über China auf seinem Blog, die er mit ganz vielen schönen Fotos dokumentiert.

Hier ist noch ein sehr aktueller Artikel von Thomas, über die klassischen und modernen Sehenswürdigkeiten in Peking.

 

 

 

 

 

11 Kommentare zu „Round-up China

  1. Liebe Selda,

    China ist eines jener Länder, die ich gerne sehen würde, für die bisher aber immer andere Reiseziele den Vorzug erhalten haben. Wenn ich mir allerdings diesen Artikel durchlese, sollten wir uns das vielleicht mal überlegen. Ich bin schon sehr gespannt, was Deine persönlichen Eindrücke von diesem Land sind.

    Liebe Grüße,
    Monika

  2. Liebe Selda,
    Dein Artikel hat mir große Freude gemacht, weil er mich an unsere 3-wöchige Reise 2013 mit dem Zug durch China erinnert hat. China ist faszinierend, manchmal herausfordernd. Aber ich kann mir vorstellen, dass seitdem ich dort war, auch manches einfacher geworden ist. Ein besonderes Highlight waren für mich die Hutongs in Peking, die in Deinem Round Up schön beschrieben werden. Ich wünsche Dir eine tolle, spannende Reise nach China!
    Liebe Grüße
    Ricarda

  3. Von China hatte ich schon so viel Tolles gehört, und dein Bericht bestätigt es. Alle erzählen von faszinierender Kultur und atemberaubender Landschaft. Muss man unbedingt hin.

  4. Was mir an Deinem Blog so gut gefällt ist, dass du auch andere Blogger immer wieder einlädst, ihre schönen Beiträge mit Dir zu teilen. Das wertet so einen Reiseblog unheimlich auf, finde ich. Wieder sehr tolle Tipps zum Thema. Gerne gelesen. VLG Marion

  5. China ist sicher ein faszinierendes Land, allerdings habe ich was die Länder, die ich bereise, gewisse Grundsätze. Dein Bericht ist aber wirklich sehr interessant.
    Liebe Grüße
    Anja von Castlemaker.de

  6. Diesen Artikel hätte ich mal 2016 lesen sollen, als ich zum ersten Mal nach China gereist bin.
    Denn China und ich, wir hatten nicht unbedingt den besten Start. Mir ist es ehrlich gesagt sehr schwer gefallen mit der Kultur zurecht zu kommen. Ohne chinesisch zu sprechen hat sich mein Aufenthalt sehr schwierig gestaltet. Damit hatte ich gerechnet, allerdings war ich durch andere Länder gewohnt, dass man selbst ohne Sprachkenntnisse gut zurecht kommt, weil man immer auf hilfsbereite Leute trifft. Irgendwie verfolgte mich in China dazu aber eine Pechsträhne. Auch der Smog hat mich schon stark abgeschreckt. Meine Erfahrung war also eher schlecht. Aber das war vielleicht auch einfach nur viel Pech und hätte anders ausgesehen, wenn ich vor Ort Leute gekannt oder die Sprache gesprochen hätte. Also wird es eines Tages eine zweite Chance für mich und China geben:)

    Grüße
    Nicole

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