Der Teufelsberg in Berlin

Ein Muss für Street-Art-Fans und alle die abseits klassischer Sehenswürdigkeiten auch noch etwas besonders erleben möchten: der Teufelsberg in Berlin. Der Teufelsberg befindet sich im Westen und ist laut Wikipedia die zweithöchste Erhebung der Stadt. Man genießt daher eine tolle Aussicht auf die Stadt und das Naturschutzgebiet Grunewald.

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Der Teufelsberg ist ein mit Schutt aus dem zweiten Weltkrieg künstlich angelegter Berg auf dem sich eine ehemalige Flugüberwachungs- und Abhörstation der Amerikaner befindet.

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Derzeit steht das Gebäude leer und beinhaltet eine Street-Art-Galerie.

 

Weitere Infos zu Berlin und dem Teufelsberg gibt’s:

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www.gindeslebens.com/berlin/
www.gindeslebens.com/lost-places-teufelsberg/

 

IMG_1245Wir, Thomas und Ines aus Österreich, lieben es zu Reisen. Reisen ist für uns der Gin des Lebens. Warum gerade Gin? Weil Gin oder vielmehr Gin Tonic sehr facettenreich ist. Man weiß nie, was einen erwartet. Und genauso ist auch beim Reisen. Bei den Reisevorbereitungen prickelt es, wie die Kohlensäure im Tonic. Die Reise selbst ist eine einzigartige Erfahrung, die wir Schluck für Schluck genießen. Danach spürt man die Würze des Ortes, den man besucht hat, mal mehr und mal weniger, so wie bei Gin. Auf unserem Blog verbinden wir unsere Reiselust mit unserer Ginliebe. Gemeinsam wollen wir die ganze Welt entdecken. Manchmal findet man uns auch Unterwasser.

Auf unserem Blog www.gindeslebens.com nehmen wir euch mit auf unsere Abenteuer. Wir verraten Tipps und Tricks und suchen auch gerne das ein oder andere Schnäppchen für euch.

 

 

 

 

 

 

Das Land der Sorben, Sagen und Seen

Heute stelle ich euch einen schönen Gastbeitrag von der lieben Luise Neek vor. Luise ist keine Bloggerin. Sie gehört eher zu den stillen Lesern. Luise reist immer in Deutschland und kennt so einige schöne Ecken, die manche von uns vielleicht nicht kennen. Ich zum Beispiel. Während ich in der Ferne rumreise, erforscht sie die Heimat. Umso mehr freut es mich, dass Luise bei mir einige Gastbeiträge schreiben wird.

Heute berichtet sie aus Schwarzkollm. Kennt Ihr Schwarzkollm? Vielleicht frage ich mal anders: Kennt ihr Otfried Preußler? Der Räuber Hotzenplotz, Die kleine Hexe, Der kleine Wassermann, Krabat,… Otfried Preußler hat all diese wunderbaren Geschichten geschrieben. Und um Krabat geht es hier. Aber lest selber.

 

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„Komm nach Schwarzkollm zur Schwarzen Mühle…“ So beginnt die wohl bekannteste sorbische Sage von Krabat, dem Jungen, der nicht nur das Müllerhandwerk sondern auch die Zauberkunst beim Schwarzen Müller erlernte. Noch heute ist die Sagengestalt Krabat in der Lausitz, der Heimat der Sorben, lebendig. Ihren historischen Kern hat sie in der Gestalt des kroatischen Obristen Johann Schadowitz, der im Dienste des sächsischen Kurfürsten stand und ihm der Legende nach vor der Gefangenschaft durch die Türken bewahrt hat. Zum Dank bekam Schadowitz das Gut Groß Särchen als Lehen. Seine fremdländische Erscheinung, seine Sprache und sein großes Wissen, vor allem zur Fruchtbarmachung der feuchten Böden, waren die Grundlage für den Glauben der Leute, er wäre ein Zauberer. Die Leute gaben ihm den Namen Krabat abgeleitet vom sorbischen Hrvat „Kroate“

Enthusiasten aus Ost und West haben in Schwarzkollm bei Hoyerswerda die Krabat-Mühle wieder auferstehen lassen. Mit viel Liebe hat der Verein Krabat-Mühle nicht nur die Mühle sondern auch das Gesindehaus sowie den Laubengang mit dem Turm des Müllers neu erbaut. Unter dem Laubengang gibt es in der Bauernstube hausgemachte Plinsen und man kann die originalen Filmrequisiten bestaunen. In den Sommermonaten finden auf dem Gelände des historischen Mühlenhofes die Krabat-Festspiele statt, die die Sagengestalt wieder aufleben lassen. Und weil Raben in der Sage eine bedeutende Rolle in der Sage spielen, begegnen sie einem in und um Schwarkollm und natürlich in der Krabat-Mühle auf Schritt und Tritt in Form von wunderschönen Keramikraben.

Diese Fotos von den Raben wurden mir von den Rabeneltern, Andreas und Ulrike Hegewald, von der Töpferei Hegewald netterweise zur Verfügung gestellt. Vielen, lieben Dank.

Aber nicht nur Sagen- und Geschichtsfreunde kommen in der Lausitz auf ihre Kosten. Im ehemals größten Braunkohlenrevier der DDR entsteht mit dem Lausitzer Seenland ein wundervolles Erholungsgebiet. Auf der 186 km langen Seenlandroute erleben Radler die Renaturierung und die Erschaffung von Europas größter Wasserlandschaft hautnah. In ein paar Jahren werden hier zehn Seen mit schiffbaren Kanälen verbunden sein und so auch begeisterten Wassersportlern alle erdenklichen Möglichkeiten bieten. Schon heute gibt es an den verschiedenen Seen wunderschöne Badestrände, Marinas und Amphitheater. Auch Wanderer und Reiter sind in der Lausitzer Seenlandschaft willkommen. Die Übernachtungsmöglichkeiten reichen von der Ferienwohnung auf dem Reiterhof, über Hotels bis hin zu den exquisiten schwimmenden Häusern auf dem Geierswalder See.

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Ein weiteres besonderes Highlight ist natürlich der Pücklerpark in Bad Muskau. Er ist mit 830 Hektar der größte Landschaftspark Zentraleuropas im englichen Stil. Im nunmehr wieder wunderschön aufgebautem neuen Schloss gibt es eine sehenswerte Ausstellung über Leben und Wirken des Kosmopoliten und Landschaftgärtners Graf Hermann von Pückler-Muskau. Der Park zu beiden Seiten der deutsch-polnischen Grenze lässt sich gut zu Fuß und per Rad erkunden. Es gibt grandiose Naturdenkmäler, die Pückler noch selbst gepflanzt hat, schöne Brücken, stille Ecken und großartige Sichtachsen. Nach einer ausgedehnten Tour durch den Park schmeckt das Eis im Schloss Cafe oder im Cafe Vorwerg besonders gut.

 

Die Lausitz ist auf jeden Fall eine Reise wert, da sie fast alles bietet, was das Herz begehrt. Es muss nicht immer Me(h)er sein ;-.

 

 

 

 

 

 

 

Blogparade zum Thema Glück

Julie von julie-en-voyage hatte die schöne Idee eine Blogparade zum Thema Glück aufzurufen, bei der ich sehr gerne mitmache. Vielen Dank an dieser Stelle, liebe Julie.

Nun, wie würde ich Glück definieren?

Glück ist für mich, dass ich einen wunderbaren Mann habe, mit dem ich alles teile und die besten Kinder, die ich mir wünschen kann. Einen Hund und vier Katzen, die mein Herz erobert haben.

„Glück ist Liebe, nichts anderes. Wer lieben kann, ist glücklich.“ (Hermann Hesse)

Glücksgefühl wiederum ist eine individuelle Sache. Bei dem einen ist es wenn er was zu essen hat, bei dem anderen, wenn er was gewinnt. Es liegt am Blickwinkel des Betrachters.

Auf meinen Reisen habe ich stets Glücksgefühle. Wenn ich an die Sehnsucht nach der Ferne denke und in bestimmte Erlebnisse eintauche, schmunzelnd mir vorstelle, wie das kleine burmesische Mädchen schüchtern und mit einem Lächeln auf den Lippen mir in die Augen schaut und fragt: „Kann ich ein Foto mit dir machen?“ Das löst bei mir Glücksmomente aus.

Hier sind ein paar Glücksmomente, die ich auf meinen Reisen erlebt habe.

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Ella, Sri Lanka hat mich tief berührt. Ein Ort der Sehsüchte. Die außergewöhnliche Ruhe, die man dort hatte, löst bei einem automatisch Glücksgefühle aus.

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Die Postkartenidylle, die ich in Ko Phi Phi, Thailand erlebt habe. So eine schöne Landschaft.

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Die wunderbaren Tiere anzutreffen, wie hier in Anuradhapura, Sri Lanka.

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Dieses Spektakel Mount Bromo auf Java, Indonesien, zu erleben und aus dem Staunen nicht mehr rauszukommen.

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So bunt, so vielseitig, so wunderschön war Indien. Frauen und Mädchen  in ihren knallbunten Sari’s.

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Ach, Bagan… die Stadt der tausend Pagoden… Dort hätte ich bleiben können. Dieses Glücksgefühl kann ich nicht beschreiben. Das ist ein typischer Sehnsuchtsort für mich.

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Noch nie zuvor hatte ich Pelikane in der freien Natur gesehen, wie in Mexiko. Überall waren sie, die Pelikane. Das war einfach schön.

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Die Gräber in Hue, Vietnam, die mich sehr beeindruckt hatten. Eines wundervoller als das andere.

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Mit einer Wasserschildkröte zu schnorcheln, wie hier in Tulum, Mexiko, und sie dabei zu beobachten, wie sie ihr „Dinner for one“ genießt.

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Die ganzen Tempel, wie hier in Ayutthaya, Thailand, sind immer wieder faszinierend.

Julie‘ s Idee zu dieser Blockparade kam ihr, nachdem sie das Buch „Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück“ von Francois Lelord, gelesen hatte. Ich habe es auch vor Jahren gelesen. Sie hat eine sehr schöne Rezension dazu geschrieben. Man sollte sich immer bewusst sein, das man um sein Glück zu finden, nicht suchen muss.

Es kommt, wenn es Zeit dazu ist.

 

 

Hauptsache Biken…

Ein Gastbeitrag

Petra Weiler vom Bike & Coach Rheingau berichtet uns hier über verschiedene Möglichkeiten, die man im Rheingau machen kann. Sie bietet Outdoor Coaching und Personal Training an. Außerdem wie du dein Urlaub im Rheingau aktiv gestalten kannst. Dazu bietet sie MTB- und Trekking-Radtouren im Rheingau an. Schaut mal bei ihr vorbei. Das lohnt sich.

 

…im Frühling, Sommer, Herbst UND Winter im Rheingau

Im Gegensatz zu den Alpen haben die Mittelgebirge den Riesenvorteil, dass der Biker hier keine wetterbedingte Winterpause machen muss, sondern, richtig gekleidet, das ganze Jahr über dem Radlvergnügen frönen kann. Als Beispiel sei hier der Rheingau genannt, der, noch relativ unentdeckt, als Bike-Gebiet in den Kinderschuhen steckt und gerade deshalb und wegen seines gemäßigten Klimas zu jeder Jahreszeit ungestörtes Biken möglich macht.
Im Frühling…

biken… wenn sich das erste Grün an den Bäumen zeigt und der Wald an schönen Tagen sonnendurchflutet ist, sind die Möglichkeiten nahezu unbegrenzt. Sobald die Wege etwas abgetrocknet sind, stehen die Weinberge und der Wald als große Spielwiese zur Verfügung. Ganz gespannt fahre ich dann die lange nicht genutzten Wege und Trails ab, um herauszufinden, in welchem Zustand sie sind. Gerade die Trails verändern sich über die Zeit, und es ist immer wieder spannend zu entdecken, welche befahrbar sind.

 

 

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Jetzt ist auch die Zeit, in der ich gerne neue Routen ausprobiere. Auf der Karte skizziert, im GPS-Gerät geplant und dann in der Realität ausprobiert – so ist im vergangenen Jahr z. B. meine Tour zum Wispersee entstanden, die mit 63 km und 1300 hm einer kleinen Alpenetappe gleicht. Wenn so eine Tour steht, bin ich erfüllt vom Stolz des Pfadfinders.
An kühleren Tagen halte ich mich auch im Frühling noch auf der Südseite des Taunus auf, radle durch die Weinberge und den weinbergsnahen Wald, in dem es einige nette und flowige Trails gibt, und genieße die schon wärmenden Sonnenstrahlen ebenso wie die berauschenden Ausblicke auf den Rhein mit seinen Windungen durchs enge Tal und seine Burgen.

 

Im Sommer…

… wird es unten im Tal oft schwül, je näher man dem Rhein kommt. Gerade dann liebe ich es, tief in den Wald vorzudringen und die sauerstoffgesättigte, auch an heißen Tagen noch erfrischende Luft im Wald zu schnuppern. Der gesamte Wald bis zur Wisper oder auch die andere Rheinseite sind jetzt gut befahrbar. Zu empfehlen ist z.B. der Rheingauer Gebückwanderweg, der sich in Teilen wunderbar in eine Tour einbauen lässt. Er führt manchmal durch so dichten Wald, dass man immer schön im Schatten fährt. Und wer will, informiert sich entlang des Weges auch über die Geschichte des Rheingauer Gebücks und nimmt so noch ein gutes Stück Kultur mit.

 

Im Herbst…

biken 5… wird es bunt. Es beginnt schon Ende September: in den Baumwipfeln zeigen sich die ersten gelben Blätter und die Farbenpracht nimmt jetzt mit jedem Tag zu. Ganz besonders liebe ich die Tage, an denen im Tal der Nebel vom Rhein aufsteigt und oft bis in den Nachmittag hinein anhält. Denn fahre ich auf dem kürzesten Weg nach oben. Meist lichtet sich der Nebel spätestens auf der Höhe von Stefanshausen. Zuerst sieht man in den Nebelschwaden nur einen hellen Punkt, der denStand der Sonne verrät, doch mit jedem Höhenmeter wird es lichter und mit einem Mal strahlt der stahlblaue Himmel mit der Sonne um die Wette. An solchen Tagen sind die Farben des Waldes ganz besonders intensiv und leuchten in allen Schattierungen von gelb über rot zu braun.

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Dann ist der Weg an sich fast egal, sondern es geht mehr darum, die Eindrücke zu genießen und die letzten Tage vor dem langen Winter wirken zu lassen. Wenn ich dann vor der rasanten Trailabfahrt noch eine Pause auf der Hallgarter Zange einlegen kann, für einen Moment die Augen schließe und mich von der Herbstsonne streicheln lasse, ist das Glück fast perfekt.

 

 

 

 

Im Winter……

ist es im Rheingau (leider) oft mild und dem Biken stehen nicht einmal die niedrigen Temperaturen im Weg. Aber in fast jedem Jahr gibt es auch hier einige wenige Schneetage. Und dann nichts wie raus! Denn es gibt kaum ein friedlicheres Erlebnis als eine Mountainbike Tour im tief verschneiten Wald. Wer glaubt, das sei gefährlich und rutschig, der irrt. Die Reifen der Mountainbikes sind auf diese Verhältnisse ausgelegt und es ist das fröhlichste Vergnügen, eine frische Spur in den Pulverschnee zu fahren. Gefährlich wird es erst, wenn es vorher geregnet hat und unter dem Schnee eine glatte Eisschicht den Grip verwehrt. Spätestens dann bleibe auch ich zu Hause – aber diese Tage sind glücklicherweise rar.

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Die Route passe ich im Winter an die Witterungsverhältnisse an – da bin ich viel vorsichtiger als im Sommer. So mancher Wurzeltrail ist im Winter rutschig und glatt oder unter dem Schnee nur schwer erkennbar. Aber dann ist eben auch der breite Forstweg schon Herausforderung genug. Ein ganz besonderes Schauspiel bietet sich bei Raureif, der bei hoher Luftfeuchtigkeit gepaart mit niedrigen Temperaturen entsteht. Die nasskalte Witterung ist an diesen Tagen nicht angenehm, aber schnell vergessen, wenn man warm angezogen ist und mit offenen Augen die skurrilen Eisformationen bestaunt, die der Raureif auf Reben und Zweige zaubert.

 

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Wer jetzt noch Zweifel hat am Rheingau als Bike-Gebiet, kann sich im Video überzeugen lassen oder mir gerne auf Facebook folgen.

Copyright für Text und alle Fotos: Petra Weiler

 

 

Meine Highlights auf der Frankfurter Buchmesse

Am Freitag stand für mich die Frankfurter Buchmesse auf dem Programm. Gewappnet mit einer Liste von Autoren, die ich antreffen wollte, fuhr ich mit Clara zur Buchmesse. Ihr wisst ja, ich habe seit kurzem eine Assistentin, die mir mit Rat und Tat zur Seite steht. Unseren kleinen Mini One stellten wir auf dem Parkplatz Rebstockbad und fuhren mit dem Shuttlebus zum Messegelände. Haltestelle Halle 3, genau da wollten wir hin. Ich entschied mich für meine kleine Kamera, da ich nicht mit dem großen Fotorucksack herumlaufen mochte. Die kleine Fototasche wurde am Eingang kontrolliert, anschließend besorgte ich für meine Assistentin  eine Eintrittskarte die vergünstigt 14 Euro kostete.

In der Halle 3 war schon einiges los. Wir gingen schnell zum Stand vom „Der Spiegel“, weil dort einer der Autoren von der Shortlist im Gespräch war. Sie waren schon mitten drin. Wir verschafften uns noch einen guten Platz und hörten zu. Marion Poschmann, die Autorin von „Die Kieferninsel“ unterhielt sich mit Sebastian Hammelehne über „Haiku“. Haiku ist eine traditionelle Gedichtform in Japan. Es besticht mit seiner Schlichtheit. Marion Poschmann erzählte, dass sie für das Buch auch Haikus verfasst hat, obwohl man das im Deutschen sehr, sehr schwer tun kann. Denn das japanische Haiku, was so einfach daherkommt, sei ein sehr komplexes Gebilde.

Ihr Buch, die Kieferninsel, erzählt die Geschichte eines Privatdozenten, der gleichzeitig auch ein Bartforscher ist. Er reist Hals über Kopf, nach dem er geträumt hat, seine Frau würde ihn betrügen, nach Japan. Dort fällt ihm vom klassischen Dichter Basho die Reisebeschreibungen in die Hand. Ab da ist sein Ziel, wie die Wandermönche den Mond auf der Kieferninsel zu sehen. Noch bevor er startet begegnet er dem Studenten Yosa, der auch mit einem Buch reist. Aber sein Buch ist ein Buch der Philosophie hinter dem Selbstmord. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg, um einen würdevollen Ort für das Vorhaben des Studenten zu finden.

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Das war wunderbar. Marion Poschmann hat eine sehr sympathische Art, sich auszudrücken. Es hat Spaß gemacht, ihr zuzuhören.

Wir machten uns weiter. Unterwegs blieben wir stehen, wenn wir was Interessantes sahen. Nahmen das eine oder andere Buch in die Hand und lasen den Klappentext. Am dtv – Verlag fragten wir nach John Strelecky. (Autor von „Das Cafe am Rande der Welt“) Uns wurde gesagt, er sei schon da. Die Dame schaute sich um und meinte, sie wisse nicht, wo er jetzt sei, aber er wäre leicht zu finden, weil er einen Hut trägt. Also hielten wir Ausschau nach einem Mann mit Hut. Nach einer Weile entschieden wir uns, weiter zu laufen und später wiederzukommen. Nachdem wir uns eine Weile an anderen Ständen umgeschaut hatten, gingen wir zurück zum dtv – Verlag und versuchen erneut unser Glück. John war immer noch nicht da. Also machten wir uns wieder auf und lasen in verschiedenen Büchern und schauten uns das Treiben in der Messehalle 3 an.

Wir probierten zum dritten Mal unser Glück. Eine der Damen meinte, sie wisse nichts Genaues und schaute auf ihre Liste. Eine jüngere Dame mischte sich ein und meinte, John hätte gleich Signierstunde und  müsste jeder Zeit da sein. Wunderbar, dachten wir uns und warteten am Signiertisch.

Endlich! Da kam er. Lächelnd lief er uns entgegen, nahm meine Hand in seine Hände und begrüßte mich ganz nett. So charmant, wie man ihn sich vorstellt, so ist er auch. Zuerst schrieb er nette Sätze in meine Bücher und dann gab es noch ein paar Fotos. Meine Assistentin machte Fotos mit uns. Später gesellte sich Root Leeb zu uns. Sie hat die Illustrationen der Buchcover gemacht. Root Leeb ist Schriftstellerin, Malerin und Illustratorin. Als wir fertig waren und gehen wollten, stand ein Mädchen zwischen John Strelecky und mir, seine Tochter. John stellte sie mir und Clara vor. Wir tauschten ein paar Worte, dann machten wir uns auf. Mittlerweile kam auch noch seine Frau dazu. Wir drehten uns um und sahen eine ganz normale, glückliche Familie. Wie schön.

Zum Glück war der Stand von der „Süddeutschen Zeitung“ gleich um die Ecke. Da wollten wir jetzt hin, denn da sprach der deutsche Buchpreisträger Robert Menasse mit Lothar Müller. Es war schon ziemlich voll hier. Man kam kaum durch. Ich schob mich ganz nach vorne und setzte mich auf den Boden. Meine Assistentin blieb hinten.

Er erzählte, um sein Buch „Die Hauptstadt“ schreiben zu können, sei er einige Jahre in Brüssel gewesen, um zu verstehen, wie die europäische Institutionen funktionieren. Vor allem aber warum es zum Teil nicht funktioniert. Und mitten drin im Buch läuft ein Schwein durch Brüssel, das den Blick der Medien von den wesentlichen Problemen ablenkt. Auf die Frage, warum er denn gerade ein Schwein für sein Buch verwendete, antwortete Robert Menasse: „Warum nicht?“ Die EU wird wie ein Schwein durch die Medien getrieben. Außerdem sei ein Schwein ein universeller Metapher. Es gibt vom Glücksschwein bis zur Drecksau alles, was im menschliche und soziale Lebens abdeckt. Das Friedensprojekt steht im Zentrum seines Romans. Ein Beamter wird beauftragt, im Zentrum des Geburtstagsfestes der Kommission, eine Kampagne zur Imageverbesserung der EU zu entwickeln. Er kommt nach einer Reise nach Auschwitz zu dem Plan,  dass doch Auschwitz die neue europäische Hauptstadt werden könnte. Auf die Frage: „Warum Auschwitz?“ antwortet er, weil das der Ursprung der Geburt der Europäischen Union sei. Wie so vieles scheitert, so scheitert auch diese Idee.

Ferner erzählt Menasse von einer seiner Figuren, die einen Ort besucht, der im ersten Moment erfunden klingt, den Robert Menasse aber tatsächlich bei seinem Brüsselaufenthalt selber besucht hat, was ihn sehr emotional berührte. Ein reicher Bürger, der bei seinem Kongoaufenthalt eine Frau kennenlernte, brachte diese mit nach Brüssel. Damals wurde er aus der Gesellschaft ausgestoßen. Die Frau starb sehr früh am Kindbett, und der Ehemann errichtete ein Mausoleum für sie. Dort war im Dach ein Stück ausgespart. Durch dieses Loch scheint immer am Todestag ein herzförmiger Spot auf den Sarg. Dieses Mausoleum ist heute verfallen, ein Mausoleum der bedingungslosen Liebe.

Eine andere Romanfigur ist der einzige, der Auschwitz überlebt hat. Er lebt in einem Altersheim in Brüssel und stirbt bei einem Terroranschlag in Brüssel. Den Terroranschlag, den Robert Menasse in seinem Roman beschreibt, erlebte er genau zu der Zeit, als er selber in Brüssel war. Er sagte: „Und ich war in Brüssel, als es stattfand, und mir ist es dabei nicht gut gegangen“. Wie verständlich, oder? Weil genau das passiert ist, was er fantasiert hatte. Wie kann das sein? Er plant einen Terroranschlag in seinem Roman und genau auf diese Weise passiert er auch und er erlebt es selber! Ein Raunen im Publikum. Auf die Frage warum in seinem Roman ein Polizeikommissar erscheine, sagte er, weil Brüssel nicht nur der Sitz der EU ist, sondern auch der NATO, was oft vergessen wird.

Für mich war es eine Bereicherung diesen großartigen Menschen anzutreffen. Ein Aufklärer unserer Zeit. Es ist ganz wichtig, in diesen schwierigen Zeiten solche Aufklärer zu haben.

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Jetzt konnten wir etwas Stärkung gebrauchen. Wir gingen raus aus der Halle an die frische Luft, holten uns einen leckeren Flammkuchen, was zu Trinken und setzten uns. Es war ein traumhaftes Wetter. Draußen ist auch immer was los, im Lesezelt, am Open Stage…

Anschließend war Halle 4 dran. Wir schlenderten und betrachteten die schönen Cover der Bücher. Beim Gutenberg-Museum Mainz in Halle 4.1 machte meine Assistentin ihr eigenes Kunstwerk mit der Frottagetechnik. Dann merkte ich, dass sie für heute fertig war, und wir beschlossen, nach Hause zu fahren.

 

Wieder draußen angekommen, bekamen wir noch gerade mit, wie Sebastian Fitzek am Open Stage ein Spiel vorstellte. Den Schluss schauten wir noch an, machten ein paar Fotos, stärkten uns mit einer Currywurst und fuhren nach Hause.

Das war ein sehr gelungener, schöner Tag, an dem wir viele Eindrücke mit nach Hause nahmen.

Liebster Award

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Yeah, ich bin ein Liebster.

Janine & Fridolin von a-fabulous-world haben mich zum Liebster Award nominiert. Vielen Dank, ihr Lieben, für die Nominierung. Janine und Fridolin fahren mit ihrem Bus „Balu“ durch die Weltgeschichte. Zurzeit sind sie, auf dem Weg in die Mongolei, in Georgien. Ihre abenteuerliche Reise könnt ihr auf ihrem Blog verfolgen.

Wow, dachte ich, welch eine Ehre. Aber was ist ein Liebster Award? Was muss man da
machen? Jetzt heißt es erkundigen, recherchieren und querlesen. Der Liebster Award dient hauptsächlich der Vernetzung. Man beantwortet die gegebenen 11 Fragen, denkt sich selber 11 Fragen aus und nominiert einen anderen. Hier steht es genau drin: The Global Aussie „Liebster Award“ weiterlesen

Foto – Challenge

 

Von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat, ist die der Bücher die Gewaltigste.

Heinrich Heine

Hiermit lade ich Euch zu meiner Foto-Challenge ein. Unten stehen 9 Buchtitel die ein passendes Foto suchen. Lasst Eurer Fantasie freien Lauf und gibt den Namen Gesichter. Ob Ihr dabei den Titel, den Inhalt, oder eine eigene Interpretation nehmt, ist Euch überlassen. Jeder kann teilnehmen, ob Blogger oder Nicht-Blogger.

Sendet mir Euer fertiges Exemplar bis zum 30.11.2017, verlinkt darin die Foto-Challenge unter: http://travellife.blog/foto-challenge.

Den Link zu Eurem Beitrag fügt Ihr hier unten in die Kommentare.  Wenn Ihr keine Website habt, ist das auch kein Problem. Schickt mir Eure Fotos mit den jeweiligen Titeln und Beschreibungen per E-Mail.

Natürlich gibt es auch was zu gewinnen.  Am Ende ermittle ich mit meinem Team die Gewinner (1.-4.Platz). Diese werde ich auf meinem Blog veröffentlichen.

Das sind die Preise:

Ich bin gespannt, welches Bild die jeweiligen Titel bekommen.

 

1. Das Café am Rande der Welt

John Strelecky

2. Der Gott der kleinen Dinge

Arundhati Roy

3. Das Labyrinth der Wörter

Marie-Sabine Roger

4. Die weiteren Aussichten

Robert Seethaler

5. Der Schatten des Windes

Carlos Ruiz Zafon

6. Bruno, Chef de Police – Delikatessen

Martin Walker

7. Das Paradies ist anderswo

Mario Vargas Llosa

8. So eine lange Reise

Rohinton Mistry

9. Selfies

Jussi Adler-Olsen

 

Hier sind meine Gesichter zu den Titeln.

 

Die Teilnehmer

Julie von  Julies Reiseblog

Ines von Gin des Lebens

Christina von Reiseweise

Liane von Die Reise Eule

Herbert von Servus-Servus.de

Steffi von Segeln mit Yemanja

Petra von Geschenke, Schwiegermutter & so

Mira von Mira unterwegs