Das Ngorongoro Schutzgebiet, NCA Ngorongoro Conservation Area, grenzt an der nordwestlichen Seite an die Serengeti. Um zum Serengeti zu gelangen, mussten wir durch den Ngorongoro. So waren wir einmal einen halben Tag dort und später einen ganzen Tag im Krater. Der NCA steht seit 2010 als eine von 28 Doppel-Welterbestätten in den Listen der Unesco und ist seit 1979 Unesco Weltnaturerbe. In der NCA dürfen die Masai leben und ihre Rinderzucht betreiben. Was ihnen im Kraterboden und der Serengeti verboten ist. Wir passierten unterschiedliche Landschaften als wir durch den Ngorongoro durchgefahren sind. So fuhren wir durch die Savanne, Buschland, Heidelandschaften oder offenem Grasland. So vielseitig war die Landschaft.

Ngorongoro

Ngorongoro

Ngorongoro

Unzähligen Gnus und Büffel begegnen wir auf dieser Tour.

Gnuherde

Büffelherde

Ngorongoro

Büffel

Büffel

Als wir beim zweiten Mal den Ngorongoro besuchten, begegneten wir gleich am frühen Morgen einer Löwenfamilie (7 Stück), die sich im Gras wälzten, sich reckten und steckten. Anscheinend schon satt gefressen, denn die Zebras in ihrer Nähe interessierten sie nicht. Erstaunlicherweise waren die Zebras ganz ruhig und grasten so, als ob in ihrer unmittelbaren Nähe keine sieben Löwen liegen würden. Das hatte ich anders gedacht. Wir genossen natürlich ausgiebig diesen Augenblick. Der Tag fing wieder gut an.

Löwen

Kurze Zeit später begegneten wir diesem Streifenschakal.

Streifenschakal

DSC07110

Vogel in Tansania

Dann Hyänen, die ganz neugierig zu uns rüber schauten.

Hyänen

So fuhren wir weiter von einem Highlight zum nächsten, mit der Freude, dass wir schon ganz schön viel entdeckt hatten. Und das am frühen Morgen. Wir waren mehr als zufrieden, als wir plötzlich anhielten. Was wir jetzt zu sehen bekamen, ist einfach nur unglaublich!  Links am Wegesrand ein Löwe und eine Löwin, rechts vom Weg ein einzelner Löwe. Wahnsinn!! Wir wussten nicht, ob wir nach rechts oder links schauen sollten. Immer im Wechsel schossen wir unzählige Fotos. Simba erzählte uns, dass die Löwinnen ihren Partner unter den Kandidaten aussuchen. Sie nimmt den, bei dem sie der Meinung ist, dass dieser Löwe ihre Jungen besser beschützen kann.

Löwen

Löwe

Wir fuhren nach einer Weile weiter. An einem Salzsee wurde gehalten. Arnold und Simba zückten ihre Ferngläser und suchten etwas am Horizont ab. Wir machten natürlich dasselbe, in der Hoffnung, wir würden sehen, wonach gesucht wurde. Und siehe da, am Horizont sah man, wenn auch sehr schlecht, ein Nashorn mit einem Jungen.

Nashorn

Am Ngoitoktok machten wir unsere Mittagspause. Ein See voller Hippos. Hier und da erblickten wir kurz die Riesen im Wasser. Wir durften zwar aussteigen und uns umsehen, aber gegessen wurde im Auto, da viele Greifvögel da waren. Manche nahmen das nicht so ernst und saßen am Rand und aßen. Doch innerhalb kurzer Zeit wurden sie von den Milanen regelrecht umflogen. Diese wollten auch was essen und griffen danach. Oft mit Erfolg, sodass die Lunchbox der Betroffenen durch die Gegend flog. Schnell liefen sie zu ihren Jeeps und aßen dort weiter, sofern sie noch was in den Händen hatten. Aber nicht nur die Milane, es gab wunderschöne gelbe Vögel, die sogar in die offenen Jeeps rein geflogen kamen, um etwas Essbares zu stibitzen.

Ngorongoro

Ngorongoro

In der Hoffnung, die Nashörner besser zu sehen, versuchten wir bei der Weiterfahrt, den Weg fortzusetzen. Es sind dieses Mal sogar vier, wird mir gesagt. Ich erkenne sie kaum. es sind für mich eher Punkte in der Ferne. Doch durch das Objektiv bekamen wir wenigsten solche Fotos hin, das man sie als Nashörner erkennen konnte.

Nashorn

So, nun hatten wir auch dieses Mal alle Highlights des Tages im Gepäck und konnten zurück zu unserer Lodge. Auf dem Weg wechselte die Landschaft enorm. Mitten im Waldgebiet sahen wir noch diese Elefantenherde.

Elefantenherde

Weil die Sonne heute so stark war, hielten wir noch einmal am Kraterrand. Beim ersten Mal war es neblig und man konnte von hier oben kaum was sehen. Am heutigen Tag jedoch hatte man einen schönen Blick hinunter. Der Ngorongoro ist ein Vulkankrater, der bei einem Ausbruch in sich zusammenbrach. Der weltgrößte, ausgetrocknete Krater hat eine Fläche von ca. 26.000 ha und beheimatet ca. 25.000 Tierarten.

Ngorongoro

Ngorongorokrater

Arnold suchte mit seinem Fernglas wieder etwas. Sein geübtes Auge erblickte tatsächlich unten zwei Nashörner, die am Wasserloch tranken.

Ngorongorokrater

Hier oben am Kraterrand ist auch das Denkmal von Michael Grzimek und seinem Vater Bernhard Grzimek. Vater und Sohn waren an der Einrichtung und Vergrößerung der Nationalparks Serengeti und Ngorongoro Conservation Area beteiligt. Bernhard Grzimek setzte sich damals mit Begeisterung für die Serengeti ein und ermöglichte so, dass die Serengeti zum Nationalpark wurde. Mit seinem Dokumentarfilm „Die Serengeti darf nicht sterben“ machte er die Serengeti weltberühmt, und ermöglichte dadurch eine Schutzzone für die bedrohten Tierarten.

Grabstein Grzimek

Ngorongorokrater

Ngorongorokrater

Ausbeute Tag 1: Büffel, Elefanten, Giraffen, Zebras, Gnus, Div.Vögel, Antilopen – 4 verschiedene Arten, Störche, Warzenschweine, Gazellen

Ausbeute Tag 2: Elefanten, Büffel, Esel, Gnus, Zebras, Antilopen, Strauß, Pelikan, Buschbock, Geier, Affen, Warzenschweine, 15 Löwen, Hyänen, Streifenschakale, Nashörner, Div.Vögel, davon Riesentrappe (größte, flugfähige Vögel)

 

Noch mehr Safari-Erlebnisse? Dann schau doch bei dem nächsten Beitrag über die Serengeti vorbei.Gepard

25 Kommentare zu „Ngorongoro Schutzgebiet

  1. Staunen, Neid und Fernweh. All das hat mich durch diesen post begleitet.
    Wow! Afrika ist schon viel zu lange auf meiner travel bucket list und seit diesem tollen EIndrücken nur noch mehr.
    Diese prachtvollen Tiere in freier Natur zu sehen muss ein unbeschreibliches gefühl gewesen sein!

    schau gerne auf meinem BLOG vorbei und auf INSTAGRAM

  2. Liebe Selda!
    Afrika ist und bleibt ein Sehnsuchtsland für mich. Wenn ich an meine 2 wunderschönen Wochen in Südafrika denke, die ich vor ein paar Jahren erlebt habe, dann werde ich immer ganz sentimental. Aber wenn ich deinen Bericht hier lese, dann werde ich ganz neidisch. So viele Tiere haben wir im Krüger Park damals nicht gesehen. Dein Blogbeitrag gleicht einem Ausschnitt aus dem „König der Löwen“ 🙂 Unglaublich wie viele Elefanten, Löwen und andere Tiere du gesehen hast… Tolle Eindrücke!

  3. Liebe Selda,
    Wahnsinn! Was für großartige Fotos und was für ein Glück ihr hattet, so viele unterschiedliche Tiere zu sehen.
    Vielleicht schaffe ich es ja auch mal, eine Safari zu machen. 🙂

    Viele liebe Grüße
    Kathi

  4. Liebe Selda,

    die fläzenden Löwen sind der Oberhammer! Es muss toll sein, wenn man diese Tierwelt so nah und unverfälscht beobachten kann.
    Und was für eine Vielzahl von Tieren ihr da sehen konntet, wirklich großartig.

    Liebe Grüße
    Gina

  5. Was für ein toller Bericht. Erinnert mich sehr an meine eigene Backpacking Zeit in Afrika. In der Nähe des Ngorngoro Gebietes war ich übrigens auch auf meinem Weg zum Lake-Natron – oh da werden wundervolle Erinnerungen wach!!

    Ganz liebe Grüße,
    Michaela

  6. Liebe Selda,
    ich bin wie immer begeistert von deinen Bildern und ich wurde auch sofort wieder von meiner Afrikasehnsucht gepackt! Ein toller Beitrag, der mich wieder von unserem Botswanaurlaub träumen lässt. Tiere in freier Wildbahn beobachten zu können, ist für mich das Schönste, was es gibt.
    LG
    Charnette

    1. Herzlich willkommen und immer versuchen wir die Touristen zufrieden machen möchten

  7. Hallo Selda,
    wow, ich bin baff! Das ist ja Wahnsinn, was Ihr da alles erlebt und gesehen habt!
    Außer Südafrika kenne ich keine Safaris in der Art, und ich glaube, die Serengeti ist schon speziell. Von dem Ngorongoro-Nationalpark hatte ich noch nie gehört. Das macht echt Lust darauf, da mal hin zu fahren!
    Liebe Grüße
    Barbara

  8. Die Natur so hautnah erleben zu können, ist einfach nur traumhaft <3! Deine Bilder natürlich auch … ich hoffe ich kann das auch bald wieder erleben.

    Liebe Grüße
    Verena

  9. Schön, dass Du uns auf Deine Safari mit nimmst. In dieser Region Afrikas war ich noch nicht, aber im Süden des Kontinents habe ich viele Safaris mitgemacht. Dein Bericht bringt tolle Erinnerungen zurück.

  10. WOOOOW ich bin total beeindruckt von diesen wunderschönen Bildern! Mit einer Safari würde für mich ein sehr großer Traum in Erfüllung gehen 🙂

    Liebe Selda, schön, dass du diese Erfahrung machen konntest 🙂

    1. Liebe Naninka,
      in den Monaten von November bis April regnet es ganz stark im Ngorongoro. Dadurch ist alles in dieser Zeit sehr üppig grün. Elefanten haben wir immer wieder angetroffen. In allen Nationalparks.
      Liebe Grüße, Selda.

  11. Die Fotos sind echt super, das beste ist das, wo der Büffel im Gras sitz und in die Kamera schaut!

    Ich möchte schon länger eine Safari machen, bisher haben wir es nur geschafft, einen Safaripark in der Nähe von Hannover zu besuchen….
    VG Martina

    1. Liebe Martina,
      ja, diesen Schnappschuss mit dem Büffel mag ich auch sehr. Ich hoffe, dass Du bald selbst auf die Pirsch gehen kannst.
      Liebe Grüße, Selda.

  12. wahnsinnig tolle Fotos und Eindrücke liebe Selda! ich bin ja immer wieder so begeistert, wie nah man diese Toere vor die Linse bekommt 🙂
    das ist dir hier auf jeden Fall so gut gelungen! ich würde auch gerne mal so einen Nationalpark besuchen – es ist schön, dass die Tiere dort noch im natürlichen Lebensraum lesen!

    liebste Grüße auch,
    ❤ Tina von http://www.liebewasist.com

    1. Danke liebe Tina, manchmal waren die Tiere keine vier Meter von uns entfernt. Und andere Male waren sie zwar weiter weg, aber mit unseren Objektiven konnten wir sie gut fotografieren.
      Liebe grüße, Selda.

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