Bei dem Wort China denke ich als Erstes an die Zeit der Kaiser mit den prunkvollen Palästen und den vielen stolzen Kriegern, an rote Laternen und mächtige Drachen, an Mulan und Kung Fu Panda, die Animationsfilme, die ich genüsslich verfolgt hatte, an Lang Lang mit seinem Stück „Dance from Quici (quici wu)“, an mein Buch „Balsac und die kleine chinesische Schneiderin“ von dem großartigen Autor Dai Sijie, der auch die Geschichte unter seiner Regie verfilmt hat, an die wunderschöne Landschaft der Karstberge, die mich in dem Film „Der bunte Schleier“ verzaubert hatten, meine Jugend, in der ich Pearl S. Buck Bücher verschlungen hatte. Ich könnte hier noch viel, viel mehr aufzählen, doch stattdessen erzähle ich euch meine Geschichte. Ich habe dieses wunderbare Land vor Kurzem bereist und habe sehr viele Eindrücke gesammelt, die ich mit euch teilen möchte.

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China, ein Land mit über 5.000 jähriger Geschichte, und eine der ältesten Zivilisationen der Welt, fasziniert nicht nur durch seine Geschichte und Kultur. Chinas vielseitige Naturlandschaften beeindrucken jeden.

Kurz & knapp

Bis 1911 war China das Land der Kaiser und erlebte 83 Dynastien mit 559 Herrschern, darunter 397 Kaiser, eine davon eine Kaiserin (Cixi) und 162 Könige. Erst 221 v.Chr. war das Land von den streitenden Kaiserreichen besiegt und wurde erstmals zum einheitlichen Staat.

Zwischen 1839 und 1860 erlebte das Land 2 Opiumkriege.

Der Boxeraufstand war im Jahre 1900, bei der Männer einer chinesischen Bewegung, gegen die Fremdherrschaft der Europäer Krieg führten.

1911 wurde der letzte Kaiser gestürzt und 1912 die Republik ausgerufen.

Im Jahre 1949 wurde die Volksrepublik gegründet.

Mit 1,3 Milliarden Einwohnern ist China das bevölkerungsreichste Land der Welt und zählt mit seiner Fläche von 9.600 km² zum viertgrößten Land.

Seit 1949 ist Chinas Staatsform die sozialistische Volksrepublik (Kommunismus).

In China gibt es 36 Stätten als UNESCO Weltkulturerbe, 16 Stätten als Weltnaturerbe und 5 Stätten, die sowohl zum Weltkulturerbe als auch zum Weltnaturerbe gehören.

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Die Planung und Umsetzung unserer Rundreise haben wir selber  gestaltet. Es bedarf ordentlicher Planung, in dem man sich genau damit beschäftigt und auseinandersetzt. Die Offenheit zu den Menschen dort vor Ort hat den Rest gemacht. Auch wenn die meisten Chinesen kein Englisch können, so konnten wir uns immer gut verständigen. Wir sind viel mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gefahren, um Land und Leute besser kennenzulernen. In diesem Beitrag gebe ich euch auch Tipps, wie man ganz leicht Zug-Tickets kaufen kann und welche Apps man sich vorher runter laden soll und noch viele andere Empfehlungen, die wir durch unsere Erfahrungen auf unserer Reise gemacht haben.

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In diesem Beitrag berichte ich euch über Peking und der Chinesischen Mauer. Zu den einzelnen Stationen unserer Reise wird ein neuer Beitrag erscheinen. Die Reihenfolge entspricht unserer Reiseroute.

Unsere Rundreise hat in Peking und an der Chinesischen Mauer begonnen. Mit dem Zug ging die Reise weiter nach Pingyao. Von dort hatten wir eine Tagestour nach Mian Shan zu der Klosteranlage in den Bergen gemacht. Die Terrakotta-Armee  in Xi’an war unser nächstes Highlight. Luoyang besichtigten wir als Tagesausflug. Anschließend ging es mit dem Flieger nach Yangshou in die Karsberge. Den kleinen Ort Daxu besuchten wir, bevor es weiter ging nach Hongkong, wo unsere Rundreise endete.

 

peking

Beijing, „Nördliche Hauptstadt„, heißt sie in der Landessprache. Peking ist die kulturelle und politische Hauptstadt China’s. Seine Geschichte reicht über 3.000 Jahre zurück.

Wer nach Peking kommt, sollte ein paar Tage hier verbringen, um einige wichtige Sehenswürdigkeiten zu erleben. Auch sollte man sein Hotel so wählen, dass man überall gut hinkommt. In Peking fährt man am Besten mit der Metro/Subway. Dadurch ist man vom Verkehr nicht abhängig. Die Automaten sind sehr leicht zu bedienen und unkompliziert. Sollte man dennoch mit dem Taxi fahren, dann rate ich euch, die Route auf der App „Maps.me“ (die App funktioniert offline) einzugeben und dem Fahrer zu zeigen. Denn die Taxifahrer verstehen kein Wort Englisch.

Metro/Subway Karte zum ausdrucken

Peking-Subway

Wächterlöwen

 

Tian’anmen Platz – 天安门的地方

(Platz des himmlischen Friedens)

Nach Langstreckenflügen ist der Ankunftstag unser Ausruhtag. Erst mal schön duschen und am Lotusteich des Hotels chillen. Die ganzen Tage hatten wir die Wettervorhersagen verfolgt. Leider war immer Regen für unsere Tage in Peking angezeigt. Das Erste was ich am frühen Morgen des nächsten Tages gemacht hatte: Aus dem Fenster schauen, wie das Wetter war. Doch als ich hinausschaute, sah alles freundlich und trocken aus. Also machten wir uns gleich nach dem Frühstück zu Fuß auf, um zum Tian’anmen Platz (Platz des himmlischen Friedens) zu kommen. Map 2Unser Hotel lag schön in den Hutongs, sodass es kein weiter Weg dahin war. Wir konnten dabei die Gegend um uns erkunden. Um zu dem Platz zu gelangen, mussten wir auf der gegenüberliegenden Straßenseite durch die Sicherheitskontrolle. Erst dann kann man sowohl zur Verbotenen Stadt als auch zum Tian’anmen Platz. Man sollte sich vorher was zum Trinken mitnehmen, da man auch lange anstehen kann. Nach der Kontrolle ging es durch eine große Unterführung zum Platz. Auf dem Platz angekommen musste ich mich erst mal orientieren. Riesiger, wirklich riesiger Platz. Jede Menge chinesische Touristen und wir. Zunächst gab es was zum Trinken, denn es war wirklich sehr heiß und schwül. Auf dem Platz gibt es keine Schattenplätze, also an Kopfbedeckung denken.

Tian'anmen Platz

Kurz & knapp

Der Tian’anmen Platz gilt mit seiner fast 40 ha großen Fläche als der größte innerstädtische Platz auf der ganzen Welt. Im Norden steht das Tor des himmlischen Friedens mit dem riesigen Mao-Portrait. Hier an diesem Tor hat Mao im Jahre 1949 die Volksrepublik ausgerufen. Im Westen steht die große Halle des Volkes. Im Osten sieht man das chinesische Nationalmuseum. In der Mitte steht ein Denkmal für die Helden des Volkes. Bis 1911 war der Platz nicht öffentlich zugänglich. Die wichtige Bedeutung erlangte der Tian’anmen Platz nicht wegen seiner Schönheit,  denn der Platz ist nicht schön, sondern wegen der Ereignisse, die im Laufe der Jahre sich ereignet haben. Der Platz wird als der Ort der Demonstrationen bezeichnet.

Tian'anmen Platz
Tor des himmlischen Friedens
Tian'anmen Platz
Tor des himmlischen Friedens
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Denkmal für die Helden des Volkes
Tian'anmen Platz
Große Halle des Volkes
Tian'anmen Platz
Chinesisches Nationalmuseum

Tian'anmen Platz

✽ Fazit: Wenn du zum ersten Mal in Peking bist, solltest du dir auf jeden Fall den Tian’anmen Platz anschauen. Auch wenn es zu heiß ist oder regnet. Man sollte einmal dort gestanden haben.

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Der Jingshan-Park – 景山公园

(Kohlehügel-Platz)

Durch die Unterführung gelangten wir wieder auf die andere Straßenseite. Hier hat man die Möglichkeit die Verbotene Stadt zu besichtigen. Wir liefen zum Vorplatz und schauten uns ein wenig um und beobachteten das Geschehen um uns herum. So viele Menschen auf einem Fleck! Noch nie zuvor hatte ich solche Mengen sehen können wie in China.

Mein vergeblicher Versuch, Tickets für den Kaiserpalast zu bekommen

Nachdem ich mich ein wenig umgeschaut und genug beobachtet hatte, schaute ich, wo das Tickethäuschen stand. Meinen Rucksack ließ ich bei meinen Begleitern. Gewappnet mit meinem Pass und Geldbörse machte ich mich auf, um uns Eintrittskarten zu besorgen. Es war nicht ersichtlich, wo der Ticketschalter sein sollte. Vergeblich suchte ich nach einem Tickethäuschen.

Als Erstes lief ich zu der Stelle, wo die Menschen Schlange standen. Am Schalter vor den Eingängen schickte man mich zurück zur Eingangspforte. Leider konnte hier auch niemand Englisch. Die Dame am Schalter erklärte mir was auf Chinesisch. Na toll!! Auch das noch. Ich verstand nicht, was sie mir sagen wollte. Dann machte sie mir klar,  dass ich irgendwo links zur Pforte hingehen sollte. Also ging ich dahin. Doch da war kein Tickethäuschen. Hier war nirgendwo etwas, wo man Tickets kaufen konnte. Als ich merkte, dass ich so nicht weiterkam, suchte ich nach jungen Chinesen, in der Hoffnung sie könnten Englisch. Ich lag richtig. Einer von den drei jungen Leuten konnte sehr gebrochen Englisch. Er versuchte mir zu erklären, dass es keine Tickets gab und zeigte zu den Schaltern im Eingangsbereich.

Wen ich auch fragte, sie gaben mir alle zu verstehen, dass es keine Tickets gab. Komisch dachte ich. Also lief ich  noch mal zu den Schaltern am Eingang mit der Schlange. Dieses Mal ging ich zu einem anderen Schalter. Die Dame am Schalter verlangte nach meinem Pass. Ich zückte meine Geldbörse und machte ihr verständlich, dass ich Tickets kaufen möchte. Sie verstand nicht und wollte meinen Pass haben. So gab ich ihr den Pass. Sie scannte es ein und meinte: „Für sie gibt es keinen Eintritt heute. Sie sind nicht registriert“.  So war das also!

Ich lief wieder zurück zu meinem Mann und meiner Tochter und berichtete das Geschehen. Ich meine, sie konnten mich schon beobachten, wie ich hin und her lief und vergeblich mein Glück versuchte. Im Internet hatten wir die Seite der „Verbotenen Stadt“ aufgerufen und dort stand drin, dass man seit 2018 die Tickets nur noch online kaufen konnte. Oh Schreck, es gab erst in drei Tagen Tickets. Zum Glück hatten wir genug Tage für Peking eingeplant, sodass wir in drei Tagen die Kaiserstadt besuchen konnten.

Da wir an diesem Tag in die Verbotene Stadt nicht reinkamen, liefen wir  Richtung Jingshan Park, auch bekannt als Kohlehügelplatz. Dazu später mehr, in der Rubrik „Die Verbotene Stadt“, weiter unten.

Die Verbotene Stadt, Peking
Der Eingangsbereich mit den Schaltern.

Vom Kohlehügel-Platz hat man eine wunderbare Sicht auf die Verbotene Stadt.

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Die verbotene Stadt
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Über den Dächern der verbotenen Stadt
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Über den Dächern der verbotenen Stadt

Kurz & knapp

Von den Kaisern der Yuan-, Ming- und Quin Dynastie wurde dieser Park einst als Vergnügungspark angelegt. Als man ca. im Jahre 1420 den Graben für die Kaiserstadt aushob, wurde die Erde hier auf diesem Platz ausgeschüttet. So ist dieser Hügel damals künstlich entstanden. 350 Jahre später wurden auf dem Platz 5 Pavillons gebaut, verschiedene Bäume angepflanzt, begrünt und schön gemacht. So erhielt der Park seinen Namen Jinshan (Berg der schönen Landschaft). Den Namen Kohlehügel bekam der Park, da man damals die Kohle für den Palast dort lagerte.

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Blick in die Stadt Peking
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Blick in die Stadt Peking

Auf dem Weg zum Ausgang hörten wir Gesang, der vom Wind in unsere Ohren geweht wurde. Kam die Musik aus den Lautsprechern? Klang irgendwie nicht danach. Also liefen wir weiter. Je weiter wir runter kamen, umso deutlicher hörten wir die Gesänge. Überall im Park waren Gruppen von Menschen, die sich getroffen hatten, um gemeinsam zu singen. Es klang so, als ob es sehr alte, traditionelle Lieder waren. Mal fünf Menschen, mal zwanzig oder mehr. Ich stellte mich zu einer größeren Gruppe hin und hörte mir ihre wunderschönen Gesänge an. Vorne saß ein Mann, der Akkordeon spielte. Neben ihm stand  ein Mann der dirigierte und den Takt für die Menschen, die vor ihm standen, angab. Sie sangen mit Leib und Seele. Es war ein Vergnügen, diese Chöre sich anzuhören.

✽ Fazit: Den schönen Blick, den man vom Park  über die Verbotene Stadt hat, sollte man sich nicht entgehen lassen. Du kannst auch, nachdem du die Verbotene Stadt besucht hast, am Nordausgang zum Jingshan-Park gehen.

Eintritt. 2 Yuan (ca. 0,25 €)

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Antrag und Liste zum Ausdrucken:

China Visa-Antrag

Liste der notwendigen Dokumente

 

Hutong -胡同

(Historische Innenstadt)

Nachdem wir uns ein paar schöne Lieder der Chöre im Jingshan-Park angehört hatten, liefen wir weiter zu den Hutongs. Ohne uns was vorzunehmen, schlenderten wir durch die Gassen der historischen Altstadt Pekings. Wir wanderten durch enge Gassen mit den traditionellen Häusern, bis wir zu der Straße Nanluogu Xiang kamen. Hier herrschte im Gegensatz zu den Gassen reger Verkehr. Rechts und links standen Geschäfte neben Restaurants und Souvenirläden. Teilweise musste man sich durchboxen, um weiterzukommen. Ein Foto ohne oder mit wenigen Menschen war nicht möglich.

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Was sind Hutongs?

Hutong ist die historische Altstadt Pekings mit traditionellen Siheyuan Häusern, die aus grauen Klinkersteinen gebaut sind. Die Häuser bestehen aus wenigen Stockwerken. In der Mitte ist ein  Hof, der von allen Seiten von 4 Gebäuden begrenzt und eingeschlossen ist. In diesen Höfen spielt sich der Alltag ab.

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Siheyuan-Haus
Ein traditionelles Siheyuan Haus

 

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Trommelturm

Anschließend nahmen wir uns eine Rikscha und ließen uns durch die Gassen der Hutongs fahren. Das war auch sehr schön, vor allem ohne laufen zu müssen. Nach der Tour fuhren wir mit der selben Rikscha zu unserem Hotel.

✽ Fazit: Hutongs zählen zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Peking. Das solltest du dir nicht entgehen lassen. So hat man einen Einblick, wie es mal früher war.

 

Der Sommerpalast – 颐和园

Der Blick aus dem Fenster an diesem Morgen verriet mir nichts Gutes. Wie angekündigt, regnete es ununterbrochen und in Massen. Wir gingen unser Frühstück langsam an und warteten, bis es aufhörte zu regnen. Regenjacken sind an solchen Tagen sehr wichtig. So packten wir unserer Regenjacken in unsere Rucksäcke und machten uns auf zum Sommerpalast. Der Sommerpalast im Regen. Trotz des Regens war alles voller Menschen. Später, als der Regen aufhörte, waren alle dann verteilt, sodass man nicht immer die Massen um sich hatte.

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Kurz & knapp

Der Sommerpalast gilt als Höhepunkt der chinesischen Gartenkunst und die Gebäude zu den Meisterwerken chinesischer Architektur. Hierher kam die Kaiserfamilie in den Sommermonaten, um der Hitze der Großstadt zu entfliehen.

  • Im Jahre 1750 wurde der Sommerpalast vom Kaiser Qianlong gebaut.
  • 1860 ließ seine Witwe Cixi den Palast, nach der Zerstörung während des Opiumkrieges, umbauen.
  • 1902 wurde der Palast zum zweiten mal von Cixi, nach den Plünderungen des Boxeraufstandes, umgebaut.
  • Seit 1998 ist der Sommerpalast  UNESCO Weltkulturerbe.

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✽ Fazit: Den Sommerpalast musst du dir ansehen, egal bei welchem Wetter.

Öffnungszeiten:

April – Oktober 6.30 Uhr bis 20.00 Uhr, letzter Einlass 18.00 Uhr, 60 Yuan (ca.8 €)

November – März 6.00 Uhr bis 20.00 Uhr, letzter Einlass 17.00 Uhr, 50 Yuan (ca. 6,50 €)

 

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Die Chinesische Mauer – 中国的长城

Auch hier in Badaling hatte es ununterbrochen geregnet. Als der Regen gegen Mittag aufhörte, machten wir uns auf zur Chinesischen Mauer. Die Seilbahnstation war nicht weit vom Hotel, also liefen wir dorthin. Oben angekommen standen wir im Nebel. Nur einige Meter konnte man vor sich sehen, der Rest war in Nebel verhüllt. Trotzdem sah es sehr mystisch und interessant aus. Natürlich hätte ich viel lieber bei schönem Wetter kilometerweit die Mauer gesehen, aber so ist das nun Mal. Man kann eben nicht alles haben. Dadurch waren wir fast die einzigen, ohne die Massen. Alles hat seine Vorteile.

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Kurz & knapp

In der Landessprache heißt die Chinesische Mauer „10.000 Li lange Mauer„. Was soviel heißt wie „die unendlich lange Mauer“. Mit 6.350km ist sie das größte Bauwerk auf der Welt. Der erste Kaiser, Qin Shi Yuan Di, ließ die Chinesische Mauer im Jahre 214 v. Chr. von Hunderttausenden Zwangsarbeitern erbauen, um sein Reich vor Angreifern aus dem Norden zu schützen. Der Bau der Mauer dauerte 2.000 Jahre und reichte somit bis ins 17. Jahrhundert. Sie besteht aus verschiedenen Mauerabschnitten. Sie ist aus Naturstein gemauert und mit Sand und Schotter verfüllt.

Seit 1987 UNESCO Weltkulturerbe

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Seilbahn Badaling:

April – Oktober 8.00 Uhr bis 16.30 Uhr

November – März 8.00 Uhr bis 16.00 Uhr

Einfache Fahrt: 100 Yuan (ca. 13 €)

Hin- und Rückfahrt: 140 Yuan (ca. 18 €)

Eintritt: 40 Yuan (ca. 5 €)

✽ Fazit: Trotz des Nebels war es ein tolles Gefühl, auf der Chinesischen Mauer zu laufen. Natürlich muss man bei jedem Wetter dahin. Man ist ja schließlich nicht ständig dort.

 

Die Verbotene Stadt -紫禁城

Heute ging es zurück nach Peking, denn wir wollten die Verbotenen Stadt besichtigen. Die Eintrittskarten hatten wir online bestellt. Hoffentlich regnete es heute nicht… das Wetter machte mir schon Sorgen. Aber egal wie das Wetter geworden wäre, wir wären auf jeden Fall in die Verbotene Stadt gegangen. Durch das Tor des himmlischen Friedens gelangten wir in die Verbotene Stadt. Es war so voller Menschen!! Teilweise hatte ich auf einem Platz verharrt, bis die Massen an uns vorbeizogen. Egal, dachte ich mir, so ist das halt. Die Fotos musste ich trotzdem machen, ob mit oder ohne die Massen. Doch bevor der Palast langsam die Tore geschlossen hatte, sind wir zurückgegangen, statt am Nordausgang rauszugehen. Das war fantastisch, denn die Plätze waren fast menschenleer. So liefen wir den ganzen Weg zurück zum Eingang und machten bessere Fotos.

Erst so…

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Dann so…

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Kurz & knapp

Der dritte Kaiser, Yongle, aus der Ming-Dynastie, ließ im Jahre 1406 den Kaiserpalast bauen. Eine Million Sklaven und Hunderttausend Kunsthandwerker ermöglichten, dass der Bau bereits 1420 fertiggestellt werden konnte, ein Meisterwerk chinesischer Architektur. Von 1437 bis 1911 regierten und lebten 24 Kaiser der   Ming und Qing-Dynastie hier. Dem Volk war die Verbotene Stadt, wie der Name schon sagt, verboten. Erst im Jahre 1924 wurden die Tore für die Bevölkerung geöffnet.

Die Gesamtfläche beträgt 720.000 m², davon sind 150.000 m² bebaut. Aus den geplanten 9.999 Räumen wurden 8.704.

Seit 1987 UNESCO Weltkulturerbe

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Im Palast-Cafè gab es leckeres Mittagessen. Es ist sehr hübsch gemacht und man sitzt sehr gemütlich in klimatisierten Räumlichkeiten.

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✽ Fazit: Natürlich ist das ein muss!!

Öffnungszeiten:

April-Oktober 8.30 Uhr bis 17.00 Uhr – letzter Einlass: 16.10 Uhr

November-März 8.30 Uhr bis 16.30 Uhr – letzter Einlass: 15.40 Uhr

Tickets: NUR online: Wir hatten die Tickets bei Get your Guide selber online gekauft. Aber in Peking gibt es auch Agenturen/ Reisebüros, bei denen man Tickets erwerben kann.

Preis: ca. 13 – 15 €

Achtung: Montags ist der Kaiserpalast geschlossen!

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Das Hotel Cote Cour Beijing war für ein paar Tage unser Zuhause. Die gute Lage im zentralen Hutong ist sehr vorteilhaft. Mitten in Peking und doch ruhig und schön gelegen. Sehr zu empfehlen. Tao Tao, die Hauskatze, war für die Tage unser bester Freund.

 

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Demnächst könnt ihr lesen, wie unsere Reise weiterging. Ich werde euch über unsere Zugfahrt zu der zauberhaften Stadt Pingyao berichten. Außerdem über Mian Shan und wie ich die Klosteranlage auf den Bergen bestiegen habe.

 

 

Möchtest du mehr über China erfahren? Vielleicht wäre der nächste Beitrag aus was für dich. Round-up China I 

China

Weitere Inspirationen zu Peking findest du hier:

Bambooblog

Reisen und Essen

The Travelling Colognian

Siver Travellers

Reiselife

One-Million-Places

Urlaubsreiseblog

 

23 Kommentare zu „Meine Reise nach China

  1. Liebe Selda,
    im Großen und Ganzen hast Du dir sehr viel Mühe mit diesem Artikel gegeben. Ich mag auch die Idee kt den Einschüben wie „Wusstet Ihr…“ sehr. Doch Du solltest die Fakten noch mal gegenchecken: Die einzige chinesische Kaiserin war Wu Zetian (624 – 705), Cixi war lediglich Kaiserin-Witwe und Kaiserin-Mutter. Sie war auch niemals die Gattin von Kaiser Qianlong. Und der Erste Kaiser von China hieß Qin Shi Huangdi (nicht Yuandi). Es gibt auch einen kleinen, etwas versteckten Ticket-Schalter frü die Verbotene Stadt, wo man life sein Ticket kaufen kann. Allerdings nur, wenn noch welche für den Tag übrig sind.
    Es tut mir leid, dass ich hier so klugscheiße, aber irgendwann war es mir ein Fehler, eine Ungenauigkeit zu viel. Ich hab dann auch nicht mehr weiter gelesen.
    Trotzdem ist Dein Reisebericht in seiner Gesamtheit sehr schön.
    Beste Grüße
    Ulrike

  2. Liebe Selda,
    was für ein toller Artikel, gespickt mit vielen Informationen und wunderschönen Bildern. Ich war leider noch nie in China, aber dein Artikel hat richtig Lust auf Peking gemacht. Und ganz ehrlich, die Bilder von der chinesischen Mauer im Nebel finde ich klasse. Die haben so was mystisches.
    LG Ina

  3. Bei China denke ich an Mauer, essen und Drachen…
    Dein Beitrag gefällt mir wirklich gut. Sehr ausführlich und die ideale Hilfe, falls ich mal nach China reisen sollte.
    Deine Bilder sind sehr inspirierend und machen lust darauf das Land zu entdecken.
    Vielen Dank,
    Susanne

  4. Liebe Selda, was für eine tolle Reise. In China war ich bisher wirklich noch gar nicht unterwegs… aktuell fehlt einfach die Zeit für eine solche Reise. Denn um ein Land wirklich zu erkunden sollte man sich schon mindestens ein paar Wochen Zeit nehmen. Deine Tipps und Bilder sind übrigens spitze… die machen absolut Lust auf mehr.
    Liebe Grüße, Tanja

  5. Liebe Selda,
    was für eine tolle Reise! Jetzt bin ich neidisch, aber auch dankbar, dass du soviele praktische Tipps mitgebracht hast. Die Sprach-App stelle ich mir sehr nützlich vor, und maps.me hat mir schon oft gute Dienste geleistet. Irgendwann will ich auch mal nach China…
    Liebe Grüße
    Angela

  6. Hallo Selda!
    Ich bin sehr Asien-unerfahren und China ist ein Reiseland, das mich irgendwie sehr einschüchtert da es einfach so riesig ist. Du machst es einem aber so richtig schmackhaft mit deinen tollen Bildern und und vielen super Tipps 🙂 Perfekt aufbereitet, danke!
    LG Anita

  7. Liebe Selda,
    WOW!! Was für ein spannender und umfangreicher Beitrag – so viele interessante Infos. China steht für mich nicht ganz oben auf der Liste, aber es sieht so aus, als würde sich ein Besuch lohnen. Zumindest virtuell war ich jetzt schon einmal in China – danke dir, dass du deine Eindrücke mit uns teilst!
    Liebe Grüße
    Ines

    1. Liebe Ines,
      so hat jeder seine geliebte Ecken auf der Erde. Bei mir ist Asien ganz weit oben. China hat uns sehr beeindruckt und ist auf jeden Fall eine Reise wert.
      Liebe Grüße, Selda

  8. Liebe Selda, ich liebe deine Artikel!
    Gerade Peking und die chinesische Mauer interessieren mich und ich würde diese Orte selbst gerne besuchen. Besonders die nebelige Atmosphäre bei der chinesischen Mauer gefallg mir.
    Asien ist immer so wunderbar bunt, das vermisse ich in Deutschland!

    Ich freue mich auf weitere Berichte!
    <3 Michelle von The Road Most Traveled

    1. Liebe Michelle,
      das glaube ich dir, dass du Asien vermisst. Schließlich hast du ein Jahr in Singapur gelebt. China kann ich dir nur ans Herz legen. Uns hat es sehr gut gefallen.
      Liebe Grüße, Selda

  9. Mal wieder ein ganz toller Artikel! Ich tue mich ja schwer mit China und kuriere mich mit Lesen von Artikel quasi selbst. Die Bilder von der Mauer sind ja wirklich superschön, genau so stelle ich sie mir vor. Ich finde es auch super, dass Du so viele Tipps gibst, das hilft immer bei der Planung!

    Lg Miriam

    1. Wir waren in Juli 2018 in Peking und konnten Tickets fuer die Verbotene Stadt kaufen. Am ersten Tag hieß es auchbei uns, dass es keine Tickets mehr gibt aber man sagte uns dass am naechsten Tag wieder Tickets gibt. Am naechsten Tag waren wir gleich um 9 Uhr da. Auf der Seite gab es ein Tickethauschen wo man mit dem Pass Tickets kaufen konnte. Man bekam aber keine Tickets sondern die Frau tippte nach dem wir bezahlt haben nur die Passnummer in die Computer. Danach schickte man uns zum Eingang der Verbotenen Stadt wo wir nur unsere Paesse zeigten. Weil die Passnummern in die Computer getippt wurden, waren wir also „registriert“.
      Online gekaufte Tickets sind halt viel teurer.

      Lg Marjo

    2. Hallo Marjo,
      Danke für deinen Kommentar. Da habt ihr mehr Glück gehabt als wir. Bei uns waren die Tickets für 3 Tage ausverkauft. Hinzu kam auch, dass Montags die Kaiserstadt geschlossen ist. Aber deinen Tipp mit dem Tickethäuschen vor Ort werde ich in dem Beitrag ergänzen.
      Viele Grüße, Selda

    3. Liebe Miriam,
      ja, ich fand es auf der Mauer sehr mystisch. Es hatte was Verwunschenes. Wir hatten das Beste daraus gemacht. Aber viel lieber hätte ich die Mauer ohne Nebel gesehen. Muss ich wohl irgendwann noch mal hin.
      Liebe Grüße, Selda

  10. Liebe Selda,
    schöner Bericht über meine Lieblingsstdat Peking und die vielen Informationen. Mir gefallen auch die vielen Bilder bei dir. War gerade durch das Lesen wieder in Peking unterwegs.
    Herzliche Grüße
    Thomas

    1. Lieber Thomas,
      herzlichen Dank für deine netten Worte. Wie schön, dass ich dich virtuell in deine Lieblingsstadt mitnehmen konnte.
      Liebe Grüße, Selda

  11. Liebe Selda,
    ich liebe deinen Schreibstil und deine Bilder ja sowieso, aber jetzt hast du wirklich das nächste Level erreicht! Ich finde es total toll, dass du so viele hilfreiche Tipps eingebaut hast und diese noch mit Kästen abgehoben…irre. Hut ab!
    Zu China: Ich bin soooo neidisch! Ihr habt da wirklich eine tolle Reise gemacht und ich freue mich schon auf die nächsten Beiträge!
    Herzliche Grüße
    Charnette

    1. Liebe Charnette,
      so schöne Worte! Ganz lieben Dank dafür. Ja, die Reise nach China war eine Herausforderung. Alleine schon die Tatsache, dass die meisten Chinesen weder Englisch verstehen, noch unserer Buchstaben lesen können. Das war der Grund, warum ich so viele Tipps eingebaut habe.
      Liebe Grüße, Selda

  12. Liebe Selda,
    das liest sich super interessant. Eine Frage habe ich. Gibt es auch einen Grund, warum das bewachende Löwenpaar am Eingang immer, er links und sie rechts, sitzen? Ich wusste nicht mal, dass es beide Geschlechter bei den Figuren gibt.
    Viele Grüße,
    Katja

    1. Liebe Katja,
      ich hatte zuvor ach davon nichts gehört. Meine Recherchen führten auch zu keinem Ergebnis. Könnte vielleicht daher kommen, dass die meisten Menschen Rechtshänder sind und somit mit der rechten Hand mehr Kraft haben. Ich werde weiter recherchieren.
      Liebe Grüße, Selda

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