Varanasi-Banares-Kashi

Meine unvergeßlichen Tage in Varanasi.

Es gibt bestimmte Städte, da möchte man noch einmal hin. Es gibt bestimmte Ereignisse, die möchte man noch einmal erleben. Es gibt bestimmte Momente, die möchte man am liebsten festhalten.

Nun, so ist es bei mir mit Varanasi. Ich könnte jetzt wieder dahin fahren, mich wieder in die Fluten seiner Ereignisse und Eindrücke stürzen.

Thali

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Thali (Platte) ist eine Mahlzeit,  die aus unterschiedlichen Gerichten zusammengestellt wird. Sie werden in kleinen Metallschälchen (Katoris) auf einem runden Tablett serviert. In den Katoris befinden sich Gemüsecurrys, Dhal (Linsencurry), Dhai (kühlender Joghurt), Salat und Dessert. Dazu Reis und Naan. Lecker. Thali gibt es als vegetarisches Gericht, oder auch mal mit Fleischeinlage.

Dieses leckere Thali war rein vegetarisch, da in unserem Hotel in Varanasi, was direkt am Ganges lag, keine Fleischgerichte serviert wurden. Hat man auch nicht vermisst. Es war köstlich.

 

 

Blacky aus Orchha

Es ist möglich, das man auf Reisen Freundschaften schließt, oder Bekanntschaften macht. Man ist sich sympathisch und hat gemeinsame Interessen. Man sucht sich aus.

Wir hatten in Orchha eine sehr außergewöhnliche Bekanntschaft gemacht. Blacky. Ein netter, schwarzer Hund mit einem abgebissenem Ohr. Den Namen gab ihm unsere Tochter Clara, weil er schwarz ist. Als wir den Ort erkunden wollten, stand er plötzlich neben uns und schaute uns mit einem treuen Blick an. So nach dem Motto: und jetzt? So, als ob er zu uns gehören würde. Den ganzen Tag war er an unserer Seite. Er lief mit uns bis zu unserem Hotel. Obwohl das Tor offen stand, kehrte er wieder um.

Am nächsten Tag schlenderten wir nach dem Frühstück im Hotel in den Ort hinein. Kaum waren wir am Rand angekommen, lief uns Blacky mit wedelndem Schwanz entgegen. Er war so außer sich vor Freude, dass er uns alle ansprang und um uns herum lief. Gibt es das? Ich war sprachlos. Ein fremder Hund irgendwo in Indien! Man konnte nicht anders, als ihn ins Herz zu schließen. Wir setzten uns am Ufer des Betwa Flusses und beobachteten die Menschen bei ihrer Morgenwäsche. Manche kamen mit einem Bündel, setzten sich an den Rand, packten ihr Bündel aus, nahmen die ganze Wäsche heraus und wuschen sie in dem Fluss. Kinder sprangen ins Wasser, um sich abzukühlen oder einfach Spaß zu haben. Es war ein schönes Treiben. In der Ferne sah man einzelne über die Brücke laufen. So saßen wir da und nahmen alles in uns auf. Mit dabei: Blacky. Meine Tochter war der Meinung, Blacky wäre fast verhungert und kaufte ihm Chips (Wir wussten nicht, was Blacky gerne essen würde). Nach kurzem schnüffeln aß er die Packung auf. So begleitete er uns, an der Seite Claras, auf unserer Besichtigungstour. Hin und wieder legte er sich in den Schatten, wenn wir in ein Tempel hinein gingen oder uns etwas anschauten. Dann stand er wieder bei uns und schlenderte mit uns.

Das war unsere nette Bekanntschaft aus Orchha. Aus irgendeinem Unbekannten wurde plötzlich ein Vertrauter.

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